450 € Kamera vs Smartphone

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Erstellt 2018-12-30 23:44 | IP-Adresse ist registriert

Nachdem ich anscheinend nicht gut genug für das DSLR-Forum bin, versuche ich hier mal mein Glück... Deshalb bitte nicht wundern, woher der Fragebogen kommt...

Hallo zusammen,

im Rahmen es Backpack-Urlaubs in Australien suche ich nach einer Digitalkamera. Bislang habe ich nur im Urlaub mit meinem Smartphone geknipst.

Hier stellt sich mir die grundsätzliche Frage: Kann man bei einem Limit von 450 € überhaupt wesentliche bessere Bilder als in einem aktuellen Smartphone erwarten? Oder soll ich (, der sowieso ein neues Smartphone braucht) lieber das Geld in das Smartphone stecken und auf eine gute Kamera achten? Speziell ist mir hier die DSC-RX100M2 ins Auge gefallen.

Das zweite Problem: Ich würde die Kamera eher wie ein Smartphone benutzen, d.h. draufhalten, bisschen zoomen, auf den Autofokus warten und dann knipsen. Will sagen: Wenn man sich lange mit der Kamera befassen muss, um bessere Bilder als ein Smartphone zu haben, bringt mir das nichts.

Schonmal danke im Voraus und anbei der ausgefüllte Fragebogen.


1. Was möchtest du fotografieren? Bitte möglichst genau beschreiben!

Landschaftsaufnahmen um Rahmen eines Rucksackurlaubs (Australien/Neuseeland)

2. Wieviel Zeit willst Du in das Hobby investieren?
[X] Ich werde überwiegend nur im Urlaub, auf Partys und privaten Familienfeiern fotografieren.

3. Besitzt du bereits eine Kamera und/oder Objektive? Bitte möglichst genau beschreiben!
Nein, Ich habe mich immer mit meiner Handykamera beholfen.

4. Wieviel Geld kannst du für die geplante Fotoausrüstung ausgeben?
450 Euro insgesamt


5. Möchtest Du später Dein Equipment erweitern?
[X] Eher nicht / ist egal

6. Hast du schon mal in einem Fotogeschäft ein paar Kameras in die Hand genommen?
[X] Nein

7. Wie wichtig sind Größe und Gewicht? Dies solltest Du unbedingt vorher z.B. im Geschäft an verschiedenen Kameras testen. Bitte möglichst genau angeben!

[X] Die Kamera soll in die Jackentasche passen.


8. Welchen Kamera-Typ bevorzugst Du (Mehrfachnennung möglich)?
[X] Kompaktkamera mit fest verbautem Objektiv

9. Welche Ausstattungsmerkmale sollte die Kamera haben?
[X] WLAN / Wifi
[X] GPS (ggf. über Smartphone-Link)
[X] Sonstiges: Kein separates Ladegerät

10. Würdest du dich selbst bezeichnen als
[X] Anfänger (bitte Ergänzung 2 lesen)

11. Willst du deine Bilder selbst am Computer bearbeiten?
[X] Nein, ich verwende die JPG-Bilder so, wie sie aus der Kamera kommen.

12. Wie sollen die Bilder verwendet werden (Mehrfachnennung möglich)?
[X] Betrachtung über TV, PC-Monitor, Beamer (max. 4k)
[X ] Fotobuch

Antwort 2018-12-31 08:12 | IP-Adresse ist registriert

Solange die Lichtverhältnisse gut sind, d. h. die Sonne scheint, machen Smartphones sehr gute Bilder und man muss für Deine Anwendungen nicht wirklich zu einer richtigen Kamera greifen. Selbst das Zoom-Argument entfällt je nach Smartphone, da hier schon mit mehreren Brennweiten gearbeitet wird. Hier gilt aber zu beachten, dass die Telekameras in den Smartphones oft eine schlechtere Bildqualität haben als die Weitwinkelkameras.

Wenn jedoch das Licht schwindet, Bewölkung, Innenraum, Kunstlicht etc., haben Kameras, sofern Sie über einen großen Sensor und ein lichtstarkes Objektiv verfügen, wieder Vorteile. Mit einer Sony RX100 II kann man auch bei ISO 1.600 noch recht gute Bilder machen, wo Smartphones schon deutlich unter Detailverlust und Rauschen leiden. Manche Smartphones behelfen sich mit Mehrfachbelichtungsfunktionen, was bei statischen Motiven beeindruckend gut funktioniert.

Ein anderes Thema ist die Freistellung und Schärfentiefe. Soll von vorne bis hinten möglichst alles Scharf sein, ist das Smartphone die bessere Wahl. Willst Du kreativ mit Übergängen von Schärfe und Unschärfe arbeiten, ist die Kamera mit ihrem größeren Sensor besser, besonders wenn sie auch ein lichtstarkes Objektiv besitzt. Hier ist es dann aber oft besser, die Vollautomatik zu verlassen und zumindest in die Zeitautomatik zu gehen, um eine große Blendenöffnung vorwählen zu können, denn die Automatik kann ja nicht wissen, dass Du den Hintergrund unscharf haben möchtest (höchstens bei einem erkannten Gesicht kann sie davon ausgehen).

Um den Vorteil des größeren Sensors wirklich auszunutzen, solltest Du eher zur Sony RX100 III oder zur Panasonic Lumix LX15 greifen, denn die RX100 II hat im Tele eine ziemlich geringe Lichtstärke. Allerdings liegen beide Kameras knapp über Deinem Budget.

Das GPS-Thema ist mit Fotokameras allerdings etwas schwieriger. Im Gegensatz zum Smartphone muss man sich aktiv kümmern, etwa die entsprechende zur Kamera passende App auf dem Smartphone starten und das GPS-Logging aktivieren, die Daten werden dann erst im Nachhinein in die Fotos übertragen. Keine der genannten Kameras hat Bluetooth, was eine direkte Übertragung noch während der Aufnahme ermöglichen würde.

Wenn Du es also bequemer haben möchtest, dann greif zum Premium-Kamera-Smartphone mit Weitwinkel- und Telekamera. Wenn Du bereit bist, für bessere Fotos in Grenzsituationen etwas mehr Aufwand zu betreiben, dann greif zur Kamera. Das Maximum wirst Du in bestimmten Situationen aber immer nur mit der Halbautomatik oder dem manuellen Modus und ggf. einem Stativ herausholen können (etwa bei Nachtaufnahmen).

Benjamin Kirchheim
digitalkamera.de-Redakteur

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Beiträge 7
Antwort 2018-12-31 09:35 | IP-Adresse ist registriert

Super, vielen Dank.

Ich habe mir die unterschiedlichen RX 100 mal angesehen und mich aus irgendeinem Grund auf die Sony RX 100 III eingeschossen (wahrscheinlich wegen des optischen Suchers). Somit würde ich das Budget dementsprechend erhöhen.

Allerdings tendiere ich jetzt wieder zum Smartphone.

Benjamin Kirchheim:

Wenn jedoch das Licht schwindet, Bewölkung, Innenraum, Kunstlicht etc., haben Kameras, sofern Sie über einen großen Sensor und ein lichtstarkes Objektiv verfügen, wieder Vorteile.

Ich hoffe einfach mal, dass die Lichtverhältnisse immer gut sind und ich keine Fotos in der Dunkelheit machen muss. ;)

Benjamin Kirchheim:

Soll von vorne bis hinten möglichst alles Scharf sein, ist das Smartphone die bessere Wahl.

Ja, soll es. Ich bin nicht der Typ, der stundenlang in Photoshop o.ä. an den Bildern rumoptimiert. Ich schaue sie mir so an, wie sie aus der Kamera kommen (und eben auch so aufgenommen worden sind).

Benjamin Kirchheim:

Das GPS-Thema ist mit Fotokameras allerdings etwas schwieriger. Im Gegensatz zum Smartphone muss man sich aktiv kümmern, etwa die entsprechende zur Kamera passende App auf dem Smartphone starten und das GPS-Logging aktivieren, die Daten werden dann erst im Nachhinein in die Fotos übertragen. Keine der genannten Kameras hat Bluetooth, was eine direkte Übertragung noch während der Aufnahme ermöglichen würde.

Ich glaube, das ist der wirkliche Knackpunkt. Wenn ich mir Bilder am PC ansehe, denke ich mir oft "Wo war das denn nochmal?" und kann dann einfach über die GPS-Koordinaten den Standort in Google Maps ansehen. Ich könnte zwar einen GPS-Logger im Smartphone mitlaufen lassen und hinterher die Daten und Bilder zusammenbringen, aber dann ist wahrscheinlich ruck zuck der Smartphone-Akku leer (wobei man das mit einer Powerbank heilen könnte....)

 

Top 75 Mitwirkender
Weiblich
Beiträge 1.207
Antwort 2018-12-31 14:42 | IP-Adresse ist registriert

Solo Talent:
Ich hoffe einfach mal, dass die Lichtverhältnisse immer gut sind und ich keine Fotos in der Dunkelheit machen muss. ;)

Nun, schlechte Lichtverhältnisse herrschen nicht nur bei totaler Dunkelheit, Benjamin hat schon ein paar Situationen genannt. Da genügt schon trübes Wetter und sämtliche Innenaufnahmen gehören auch dazu. Vor allem wenn sich bei schlechtem Licht das Motiv auch noch bewegt kann das Objektiv nicht lichtstark genug sein, um unschöne hohe ISO-Werte zu vermeiden. 

Du wirst es sicher besser wissen, aber ich kann mir schwer vorstellen, dass auf solch einer Reise nur bei optimalen Lichtverhältnissen am Tag im Freien fotografiert werden soll.

Willst du von vorne bis hinten alles scharf besteht mit einer RX100 wenigstens die Möglichkeit, das durch abblenden zu erreichen. Mit Photoshop hat as nichts zu tun, damit kriegst du keinen Unschärfebereich scharf. Ist einem das zu mühsam, weil man mit Blende, Zeit und ISO nicht umgehen kann oder will, nimmt man halt den Szene-Modus "Landschaft".

Ich habe eine RX100 IV sowie ein Smartphone mit einer ganz ordentlichen Kamera (das Huawei P20 Pro). Es ist schon faszinierend, was mit dem Smartphone für Aufnahmen - vor allem auch nachts - möglich sind. Man sollte sich halt nur verkneifen, in die Aufnahmen hinein zu zoomen - es sei denn man steht auf matschige Details. Ich habe mir bewusst dieses Smartphone gekauft in der Hoffnung, dass dessen Kamera die RX100 IV ersetzen könnte, aber bisher konnte ich mich dazu nicht durchringen. Wenn man genau hinschaut fallen einem die Unterschiede halt doch schnell auf. 

Solo Talent:
Ich habe mir die unterschiedlichen RX 100 mal angesehen und mich aus irgendeinem Grund auf die Sony RX 100 III eingeschossen (wahrscheinlich wegen des optischen Suchers).

Der (elektronische! Sucher ist nur ein Vorteil der III - für mich sind auch mehr Weitwinkel und ein lichtstärkerer Telebereich sehr wichtige Argumente für die III. 

Was mir bei allen RX100-Modellen auch sehr gut gefällt ist das außergewöhnlich gute Display, auf dem man auch bei Sonnenschein noch sehr viel erkennen kann (mit der Einstellung "sonnig"). Aber natürlich ist es immer besser, zumindest für extreme Lichtverhältnisse noch einen Sucher zur Verfügung zu haben. Aber man braucht ihn halt viel seltener als bei anderen Kameras (die ich kenne).

 

 

 

Nicht bewertet
Beiträge 7
Antwort 2018-12-31 16:51 | IP-Adresse ist registriert

MissC:
Ich habe eine RX100 IV sowie ein Smartphone mit einer ganz ordentlichen Kamera (das Huawei P20 Pro). ...

So eine Kombination schwebt mir auch vor (wenngleich mit der III), zumal ich irgendwo Vergleichsfotos zwischen der III und einem aktuellen iPhone gefunden habe. Da sahen die Bilder der III durch die Bank besser aus. Das einzige, was mich kolossal stört, ist das Gehampel, GPS in die Bilder zu bekommen. Wie machst Du das, oder legst Du darauf keinen Wert?

Top 75 Mitwirkender
Weiblich
Beiträge 1.207
Antwort 2018-12-31 18:06 | IP-Adresse ist registriert

Ich lege darauf keinen Wert.

Bei durchschnittlich 2 Reisen pro Jahr und 1 bis 2 Städte-Trips habe ich bisher noch immer gewusst, wo die Fotos aufgenommen wurden. Nur als eine Reise mal aus besonders vielen Stationen bestand (7 Tage Nilkreuzfahrt, Kairo, Hurghada) habe ich mir ganz altmodisch (ok, ist auch schon eine ganze Weile her) in einem kleinen Heftchen notiert, an welchem Tag wir wo gewesen sind. Heute würde ich lediglich statt Heftchen wohl das Smartphone für die Notizen nutzen...Wink

 

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