Zusammenhang Auflösung und Autofokus

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Top 10 Mitwirkender
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Erstellt 2015-04-28 13:54 | IP-Adresse ist registriert

Bei Objektivtests wird manchmal das Auflösungsvermögen bei aktiviertem Autofokus gesondert angegeben und liegt dann oftmals unter dem bei manuellem Fokus erzielten Wert. Kann mir jemand den Zusammenhang erklären?

Antwort 2015-04-29 10:55 | IP-Adresse ist registriert

Liegt wahrscheinlich an Ungenauigkeiten des Autofokus.

Benjamin Kirchheim
digitalkamera.de-Redakteur

Top 10 Mitwirkender
Beiträge 28
Antwort 2015-04-29 13:19 | IP-Adresse ist registriert

Danke, das bedeutet also, sofern der Autofokus treffsicher ist (oder bei größerer Blendenöffnung der Schärfentiefebereich groß genug, um dessen Schwächen auszugleichen), ist manuelles Fokussieren nicht von Vorteil; auch nicht bei Aufnahmen, bei denen es auf höchstmögliche Auflösung ankommt. Ferner bedeutet es, dass der Auswahl der bei den Objektivtests verwendeten Kamera eine größere Bedeutung zukommt. (Es sei denn, es wird sichergestellt, dass eine Kamera mit besonders präzisem Autofokus verwendet wird - indem Fall wird die Qualitätsminderung durch Autofokus eindeutig durch das Objektiv verursacht.)

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Antwort 2015-04-29 18:14 | IP-Adresse ist registriert

wopulinima:
Kann mir jemand den Zusammenhang erklären?

Hallo,

erklären kann man das mit den mageren Informationen nicht denn es gibt mehrere Gründe für dieses Verhalten.
Viele davon haben nur was mit dem AF-System der Kamera zu tun (z.B. justage des Phasen-AF bei SLR) oder der "Zusammenarbeit" der Elektronik von Objektiv und Kamera.

Unabhängig von der Kamera und durch das Objektiv verursacht ist eine "Verschiebung" des Fokuspunkt durch sphärische Aberration. Dazu müsste aber manuell bei Arbeitsblende fokussiert werden und das auch so in den Testbedingungen / Testablauf angegeben werden.

Christian 

 

 

 

Antwort 2015-04-30 12:49 | IP-Adresse ist registriert

Ich habe im Testlabor auch schon einige Testreihen gemacht. Bei keinem Versuch mit einer spiegellosen Systemkameras ist es mir gelungen, manuell besser zu fokussieren als automatisch. Bei DSLRs, besonders bei denen unter 1000 Euro, habe ich schon den einen oder anderen Ausreißer gehabt, teilweise musste ich Tests ganz abbrechen, weil sich Objektive weder mit Phasen-AF, noch mit Kontrast-AF und schon gar nicht mit dem Fokusring mit 1/8 Umdrehung für den gesamten Fokusbereich vernünftig manuell scharf stellen ließen.

Wenn man ein Objekitv manuell besser scharf stellen können möchte als automatisch, so ist nicht nur ein vernünftiger Fokusring mit langen Stellwegen erforderlich, sondern auch eine vernünftige Fokuslupe im Live-View, die die Pixel des Sensors tatsächlich 1:1 darstellt. Fokus-Peaking kann man dabei übrigens vergessen, das zeigt einen viel zu großen Bereich scharf an. Jedenfalls dann, wenn es auf das letzte Quentchen Auflösung ankommt.

Es ist aber auch so, dass heutige Kameras teilweise erheblich in die Bildaufbereitung eingreifen, und zwar abhängig von der Blende und vom Abstand zur Bildmitte, manchmal wird sogar das verwendete Objektiv berücksichtigt. Man möchte so Randunschärfen und Beugung ausgleichen, was manchen Kameras ganz gut gelingt (vor allem Fujifilm). Bei anderen ergeben sich dann Effekte wie eine abnehmende Auflösung bei leichtem Abblenden und dann wieder einer Auflösungszunahme (Sony Alpha-7-Familie etwa). Das gilt natürlich alles in erster Linie für JPEG. Aber auch Raw-Konverter arbeiten teilweise mit solchen Techniken.

Benjamin Kirchheim
digitalkamera.de-Redakteur

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