Sensorgröße ist nicht alles

Seite 1 von 2 (17 Treffer) 1 2 > Weiter | RSS
Zurück    Weiter   

von 0 Mitgliedern bewertet Dieser Beitrag hat 16 Antworten | 1 Abonnenten

Erstellt 2012-11-28 13:08 | IP-Adresse ist registriert

Wer meint, Sensorgröße sei das einzige Indiz für gute Bildqualität, wird nun eines Besseren belehrt. Denn auch die Technologie und Bildaufbereitung sind entscheidend. Links die Samsung NX210, rechts die Sony RX100. Beide lösen 20 Megapixel auf. Der Sensor der NX210 misst 23,4 x 15,6 mm, das sind 365 mm². Der Sensor der RX100 misst 13,2 x 8,8 mm, das sind 116 mm². Der Samsung-Sensor hat damit die 3,1-fache Fläche pro Pixel im Vergleich zur RX100.

Während bei ISO 100 beide Kameras in der Detaildarstellung gleichauf sind, ist die RX100 mit dem kleineren Sensor der NX210 bei ISO 3.200 deutlich überlegen. Es sollte eigentlich umgekehrt sein. Es handelt sich übrigens um etwa denselben 100%-Bildausschnitt in 300x300 Pixeln aus dem Zentrum unseres Textur-Testcharts. Den Test der NX210 haben wir übrigens heute veröffentlicht. Und hier der Test der Sony RX100.

Benjamin Kirchheim
digitalkamera.de-Redakteur

Top 200 Mitwirkender
Beiträge 187
Antwort 2012-11-28 18:17 | IP-Adresse ist registriert

Hallo Benjamin,

finde die Tatsache das der "mini" Sensor der Sony so viel leistet sehr interessant. Das spricht nicht umbedingt für die Samsung Kamera. Könntest du noch ein Vergleich noch ein paar Testbilder zu DSLR Chips hochladen, zB dem D7000 und dem D600 Chip, bzw irgendeiner anderen Crop/FX DSLR?

 

VG DiGiC

Top 25 Mitwirkender
Beiträge 4.668
Antwort 2012-11-28 19:38 | IP-Adresse ist registriert

Digic V:
zB dem D7000 und dem D600 Chip


Hallo,

das kann man sich bei dpreview.com anschauen. Viel besser schneiden die bei den JPG auch nicht ab. Erst mit den Vergleichsbildern mit ACR aus den RAW-Dateien entwickelt wird klar das es die Datenverarbeitung ist die das Bild so gut aussehen lässt. Wenn man hier genau hinschaut sieht man wie Struktuen "erfunden" werden und andere fehlen völlig.

Christian

Antwort 2012-11-28 19:39 | IP-Adresse ist registriert

Ich habe die beiden Kameras gewählt, weil sie einerseits gleich hoch auflösen und andererseits die Sony besonders gut und die Samsung besonders schlecht für ihre jeweilige Sensorgröße ist. Ich habe nun mal eine ganze Reihe Kameras genommen, nur aufgrund der verschiedenen Auflösungen hinkt der Vergleich, da die Ausschnitte aus dem Testchart unterschiedlich groß sind (aber immer 300x300 Pixel 100% Crop).

Benjamin Kirchheim
digitalkamera.de-Redakteur

Antwort 2012-11-28 19:44 | IP-Adresse ist registriert

Was ich noch anmerken möchte: Die Testchart-Aufnahmen sind für die Interpretation durch den DxO-Analyzer gedacht und nicht für die subjektive Interpretation durch das menschliche Auge. Unterschiedliche Belichtung (alles Zeitautomatik!) und unterschiedlicher Weißabgleich (manuell auf das Testchart) machen uns den Vergleich genauso schwerer wie unterschiedliches Helligkeitsrauschen und die unterschiedliche Größe des Testcharts bei dem 300x300-Pixel-Ausschnitt.

Benjamin Kirchheim
digitalkamera.de-Redakteur

Top 100 Mitwirkender
Beiträge 688
Antwort 2012-11-28 21:29 | IP-Adresse ist registriert

Sind das RAW-Aufnahmen oder kommen die aus der JPEG-engine?

Will meinen: Ist der Sensor der NX210 so schlecht, oder die Bildverarbeitung?

EDIT: Wobei diese Kantenschärfung, Rauschplättung etc. natürlich auch nicht das wahre ist - das kann man sehr gut an Haaren und im Gesicht sehen wenn dann plötzlich alles lackiert aussieht.

Antwort 2012-11-29 09:14 | IP-Adresse ist registriert

Das ist alles JPEG.

Benjamin Kirchheim
digitalkamera.de-Redakteur

Nicht bewertet
Beiträge 34
Antwort 2012-11-29 09:40 | IP-Adresse ist registriert

Wow!

Bin bestimmt nicht so ein Experte wie die meisten hier, dennoch -oder gerade deshalb Wink-bin ich nun an einer Auswertung von EUCH Experten interessiert!

Besonders das Bild aus der mft-Kamera beeindruckt mich. Hat die nicht den neuen Sony-Sensor aus der OM-D?

Zumal ich mich bisher -mangels Zeit und Geld- nicht mit RAW-Entwicklung beschäftigt habe, das gebe ich gerne zu.

@Touri: mein Auge sieht beim Beispiel-Bild der E-PL5 keine der von dir angeführten "erfundenen Strukturen". Kannst du das bestätigen bzw. mir zeigen wo man solche Strukturen sehen kann? Interessiert mich sehr, will da gerne dazulernen.

Das wäre sehr nett, Danke!

Christian

Top 50 Mitwirkender
Weiblich
Beiträge 1.302
Antwort 2012-11-29 11:00 | IP-Adresse ist registriert

Um die Charts besser einordnen zu können, müsste man noch die entsprechenden Testbilder mit der sensoreigenen ISO-Einstellung kennen, sonst kann man kaum beurteilen, welchen Einfluss das verwendete Objektiv auf die Abbildungsqualität hat.

Nicht bewertet
Beiträge 34
Antwort 2012-11-29 11:17 | IP-Adresse ist registriert

Weil die Kameras tatsächlich nicht immer die ISO's "halten" wie vermeintlich eingestellt, richtig?

Und die Objektive gut genug in der Auflösung sein müssen (FB's statt Kit-Zoom z.B.), um den Sensor "voll" zu bedienen, auch richtig?

Die Objektive zu den Test-Bildern sind vielleicht noch bekannt?

Chris

Antwort 2012-11-29 11:27 | IP-Adresse ist registriert

Es handelt sich jeweils um die Setobjektive bei bester Blende/Brennweite, die wir vorher in der Auflösungsmessung bestimmt haben. Gute Festbrennweiten bringen da selten mehr als 4-5 % Gewinn, wenn überhaupt. Und die Ausschnitte hier sind wie gesagt Bildzentrum, und sie sind für die Messung durch eine Software gedacht, das menschliche Auge lässt sich durchaus täuschen (bspw. Verwechslung von Rauschen mit Details, mehr Kontrast wirkt hochauflösender etc.)

Benjamin Kirchheim
digitalkamera.de-Redakteur

Nicht bewertet
Beiträge 34
Antwort 2012-11-29 11:50 | IP-Adresse ist registriert

OT: Oh, so wenig Vorteil mit FB's??? Mein Auge mit meinen G3-jpgs und 2 lichtstarken Gläsern hatte mir da bisher einen anderen Eindruck vermittelt. Oder ist hier wieder das "Problem" mit der jpeg-Kompression-ooc der entscheidende Faktor?...

zurück zu den Testbildern:

Das Auschnitte zu den Rändern hin insgesamt bei allen Kameras -mehr oder weniger- "matschiger" werden ist mir bewusst.

Speziell das Bild der E-PL5 wirkt für mich aber sehr detailreich und scharf.

Heisst das nun, das bei der Olympus die jpeg-Engine sehr gute Bilder macht und der Unterschied, wie von Touri beschrieben, dank RAW und gleicher Entwicklung, weniger deutlich ausfällt? Und folgend, das die Oly-Bilder schon als jpeg ziemlich gut sind?

Das man mit RAW-Dateien ganz andere und mehr und bessere Entwicklungsmöglichkeiten hat, weiss ich wohl; es soll hier auch keine entsprechende Grundsatzdsikussion dazu geben.

Übrigens: Eine E-PL5 will/werde ich mir nicht kaufen. Aber ich hätte einfach gerne eine gehaltvolle Bewertung zu den Testbildern - wozu ich mich nicht befähigt sehe.

Chris

Antwort 2012-11-29 12:51 | IP-Adresse ist registriert

Die Olympus hat eine sehr gute und sehr knackige JPEG-Engine. Früher galt Canon immer als der DSLR-Hersteller mit den knackigeren Bildern, Olympus stellt das aber noch weit in den Schatten. Ich finde das auch richtig so, denn eine Kamera, die ich in Raw benutzen muss, um gute Bilder zu bekommen bzw. wo ich die JPEGs auch nachbearbeiten muss, ich für mich nicht erste Wahl.

Der Vorteil von Festbrennweiten gegenüber Kitzooms ist oft eine wesentlich höhere Schärfe bei Offenblende, am Bildrand meist sowieso, und überhaupt eine größere nutzbare Lichtstärke. Abgeblendet kommen fast alle Objektive im Bildzentrum an das Auflösungsmaximum der Kamera. Andere Vorteile von Festbrennweiten sind eine geringere Verzeichnung, besseres Bokeh, geringere Farbsäume und geringere Randabdunklung.

Benjamin Kirchheim
digitalkamera.de-Redakteur

Top 25 Mitwirkender
Beiträge 4.668
Antwort 2012-11-29 13:12 | IP-Adresse ist registriert

musher-ix:
@Touri: mein Auge sieht beim Beispiel-Bild der E-PL5 keine der von dir angeführten "erfundenen Strukturen". Kannst du das bestätigen bzw. mir zeigen wo man solche Strukturen sehen kann?

Hallo,

das funktioniert nur teilweise mit den oberen Bildern indem man das Bild bei ISO 100 mit dem ISO 3200 wie bei einem Bilderrätsel vergleicht. Absolut gesehen ohne "Original" Vorlage ist so eine Beurteilung unmöglich.
Was nun besser oder schlechter ist kommt auf den Anspruch an.
Will man knackig aussehende Fotos oder möglichst dicht am Original bleiben.

musher-ix:
Hat die nicht den neuen Sony-Sensor aus der OM-D?

Das Olympus / Panasonic die 4/3" Sensoren bei Sony kauft wäre mir neu. Gibt es da entsprechende Hinweise?

musher-ix:
Zumal ich mich bisher -mangels Zeit und Geld- nicht mit RAW-Entwicklung beschäftigt habe...

Die Fotos über einen fremden RAW Konverter so hin zu bekommen wie die aus der Olympus JPG-Engine kommen schafft man nicht. Wenigstens klappt das bei mir nur mit dem RAW-Konverter des Kamerahersteller und seinem Know How der richtigen Korrekturfaktoren. Das ist eigentlich der große Unterschied zwischen der Samsung und der Sony.

Christian

 

 

Antwort 2012-11-29 13:22 | IP-Adresse ist registriert

Touri:
Das Olympus / Panasonic die 4/3" Sensoren bei Sony kauft wäre mir neu. Gibt es da entsprechende Hinweise?

Der 16-Megapixel-Sensor der Olympus OM-D E-M5, Pen E-PL5 und Pen E-PM2 sowie der Panasonic GH3 stammt tatsächlich von Sony. Das wird aber nicht offiziell propagiert.

Benjamin Kirchheim
digitalkamera.de-Redakteur

Zurück    Weiter
Seite 1 von 2 (17 Treffer) 1 2 > Weiter | RSS