2002-02-24 Analog besser als digital ???

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Erstellt 2002-02-24 14:11 | IP-Adresse ist registriert
Hallo Leute,





Mich würde eure Meinung zu diesem Thema interessieren.



Ich bin reiner Hobbyfotograf und bitte auch von daher meine Aussage zu bewerten. In der professionellen Fotografie gelten mit Sicherheit andere Maßstäbe.



Ich habe in den letzten Jahren verschiedene Kameras benutzt, die Beste war wohl die Minolta Dynax 500si, später habe ich auch mit APS-Kameras fotografiert.



Vor ca. 6 Jahren kam dann ein PC dazu, seither versuche ich, Bilder zu digitalisieren.



Ich habe so einiges versucht, was an Möglichkeiten zur analog-digital Umwandlung angeboten wird. Um es kurz zu machen, die besten Ergebnisse brachte mein Canon 2700 Diascanner (Neupreis wie heute eine top digicam).



Man musste allerdings einen hohen Aufwand betreiben, Negative wie rohe Eier behandeln, alles möglichst staubfrei usw., vom Zeitaufwand ganz abgesehen. Zusätzlich war eine umfassende Nachbearbeitung am Rechner notwendig, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erhalten.



Als ich mir meine erste Digitalkamera, eine Olympus C-2000 Z kaufte, fiel ich aus allen Wolken. So brillante, farbenprächtige und rauschfreie Bilder hatte ich auf meinem PC noch nicht gesehen.



Die Fotos meiner D5 sind eine weitere Steigerung. Die Bilder am Monitor betrachtet sind super und wenn ich bei einem guten Belichtungsservice ausbelichten lasse, erhalte ich Ergebnisse, die meinen früheren "analogen" Abzügen in nichts nachstehen, eher sogar im Gegenteil.



Nun liest man häufig, dass sich die Digitalfotografie immer noch nicht mit der Analogen messen kann. So bevorzugen auch viele PC-User analoges Fotografieren und nachträgliches Digitalisieren.



Ich kann das (für meine Bedürfnisse jedenfalls) nicht nachvollziehen. Wer viel digital fotografiert hat m.E. alle Vorteile auf seiner Seite:




  • Bilder liegen sofort vor

  • Großformatige Bildschirmbetrachtung in erstklassiger Qualität ohne Aufwand

  • Gute Ergebnisse bei Druck oder Ausbelichtung

  • Für Vielfotografierer kostengünstig





Ich würde mich über die eine oder andere Meinung dazu sehr freuen.



Gruß, Herbert
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Antwort 2002-02-24 14:45 | IP-Adresse ist registriert
Klar! Ich kenne keine Vorteile für eine Analoge Kamera, die eine Digitale nicht schon hätte. (Mal abgesehen vom Preis)

Anfangs dachte ich ich müsste weiterhin meine Analoge für Nachtaufnahmen nutzen, aber nun liegt die alte in der Ecke und verstaubt.
Besonders die Nachtaufnahmenfähigkeit der Sony 707 ist überwältigend
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Antwort 2002-02-24 18:02 | IP-Adresse ist registriert
Interessantes, unerschöpfliches Thema! Im Moment sehe ich für meine Leica R8 mit x Objektiven und der Minolta Dimâge 7 (keine Profi-Kamera!) folgende Unterschiede:

1) Pro digital: Sofortbetrachtung, bei Nichtgefallen sofortige Wiederholung, kostenloses Fotografieren (kein kostspieliger Film notwendig), kostenloses Bracketing (Belichtungsreihen), freie Selbstbestimmung über Farbe, Farbsättigung und Kontrast, bei großem Speicher (1 GB) im "entscheidenden" Moment kein "Filmwechsel", Amateur-Kameras durchweg wesentlich leichter als analoge Spiegelreflexkameras (D7: netto 495 g, Leica-R8-"Notausrüstung" bei gleichem Brennweitenbereich (3 Festbrennweiten 28-60-180): 6 kg).

2) Kontra digital: Kein extremer Weitwinkelbereich (Leica: 15 mm), kein extremer Telebereich (Leica: bis 800 mm), KEINE DIAS!!!, z.T. aufwändige Nachbearbeitung (entfällt bei analogem Umkehrfilm Fuji Velvia vollständig): die jahrzehntelange Entwicklungsarbeit der Filmehersteller wird auf den Amateur verschoben: er darf jetzt in unendlichen und kostspieligen Versuchen die optimale Kette Kamera - PC - Bildbearbeitung - Drucker - Papier bei immens teuer zu kaufender Hardware (PC, Drucker, Software, Papier, Patronen, etc.) herausfinden mit gegenüber dem Velvia eigentlich noch immer unbefriedigenden Ergebnissen. Im Moment noch sehr unbefriedigend: Auflösung, Farbe und Schärfekontrolle im elektronischen Sucher, Autofokus-Geschwindigkeit!

Noch eine Bemerkung zu Filmscannern: Mit neueren Filmscannern der oberen Preisklasse (z.B. Nikon Super CoolScan 4000 ED) entfällt die Säuberungsaktion von Dias und Negativen, da diese Scanner durch eine zusätzliche Infrarot-LED Staub, Fussel und Kratzer automatisch erkennen und herausfiltern. Das ist eine unschätzbare Entlastung und äußerst wirkungsvoll, wie meine verschmutzten Dias zeigen! Ungeputztes Dia rein und fertig! Auch die unbearbeitete Ausgabequalität kann sich bei geeigneten Grundeinstellungen sehen lassen. Und zur Arbeitszeiteinsparung gibt es hierzu automatische Diaeinzugsvorrichtungen für unbeaufsichtigten motorischen Einzug von bis zu 50 Dias.
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Antwort 2002-02-24 19:12 | IP-Adresse ist registriert
Ja und auch wieder nein,
man betrachte die Nikon 5000, die schon auf 19mm runter kommt. Auch meine CP995 deckt mittlerweile einen Bereich von 24 bis 450 mm ab. Und wenn es nochmehr sein darf, so schafft die Sony 707 mit Spezialvorsätzen über 800 mm.

Dias sind selbstverständlich auch möglich!!! Man braucht nur im Lotto zu gewinnen und kauft sich dann einen Videoprojektor. (Kostenpunkt locker 7000 Euro). Ab dieser Preisklasse sind sehr hohe Auflösungen bei genialer Helligkeit möglich.

Bei hochwertigen Digitalkameras entfällt die Nachbearbeitung! Ich selber bearbeite nur ca. 5% der Bilder nach.

Und das Problem mit dem Sucher ist nur eine Zeitfrage. Und in Sachen Autofokus wird noch fleißig entwickelt (siehe z.B. die neuen Fujikameras)

Lediglich den Bildstabilisator, der bei Viedocams mittlerweile für ca. 50 Euro verbaut wird, vermisse ich bei den aktuellen Digitalkameras. Gerade bei den Kameras Minolta D7 oder Sony 707 wäre es doch problemlos machbar.

Wie bereits erwähnt: Alles nur ne Frage des Geldes !
Aber Leute immer mit der Ruhe. Digitalkameras stecken noch immer in den Kinderschuhen und sind noch lange nicht ausgereizt!!!
Dies zeigt mir die Entwicklung der neuen Aufnahmechips wie z.B. der neue 6er von Sony oder der X3 Chip von Foveon.
Auch die Preise sind ständig am fallen und werden in Zukunft auch noch weiter fallen!

Kommt Zeit - kommt günstigere Preise und in 10 Jahren wird keiner mehr eine analoge Kamera kennen.
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Antwort 2002-02-24 20:03 | IP-Adresse ist registriert
Frage zu Video-Projektoren: Gibt es schon Projektoren mit mehr als 1024x768 Auflösung? In den aktuellen Preislisten für den professionellen EDV-Bedarf kann ich auch in der höheren Preisklasse noch keine höher auflösenden Projektoren finden.
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Antwort 2002-02-24 22:11 | IP-Adresse ist registriert
Hallo Winsoft.
Oh... da muss ich jetzt Vorsichtig sein was ich sage, da ich selbst da nur Grundlagenwissen habe.
Also eins kann ich mit Sicherheit sagen: 1600 mal 1200 Pixel sind Problemlos möglich, da ein derartiges Teil bei uns in der Universität hängt. Auch 2048 mal 1536 mit unglaublicher Helligkeit und Bluetoth Technik wurde bereits auf einer Messe vorgestellt für 15000 DM.

Aber da ich über derartige Finanzen nicht verfüge, habe ich mir auch keine Marken oder Namen gemerkt. Stattdessen will ich die Entwicklung in den nächsten Jahren abwarten.
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Antwort 2002-02-26 16:15 | IP-Adresse ist registriert
Hallo WinSoft,

mein Kollege schwärmt gerade von seinem neuen Videoprojektor:

SHARP PG-C30XE mit 1600x1200 um 5868.- Euro (Österreichpreis).

Es gibt auch andere siehe www.geizhals.at und dann deutsche Seite.

Grüsse
Norbert_M
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Antwort 2002-02-26 17:35 | IP-Adresse ist registriert
Hallo Norbert_M,

vielen Dank für die Info über hochauflösende Projektoren.
Bei Misco und Inmac findet man nur Projektoren bis 1024x768, bei geizhals.at wird bei den höher auflösenden Projektoren als "optimale Auflösung" nur 1024x768 angegeben.

Sind nun die 1600x1200 beim Sharp echt nutzbare Auflösungen?
Antwort 2002-02-26 18:00 | IP-Adresse ist registriert
Hallo winsoft,

auch der Sharp (PG-C30XE) hat eine LCD-Auflösung von 1024x768, kann aber Eingangsdaten bis zu 1600x1200 verarbeiten, sprich interpolieren.

Meines Wissens nach liegen die hochauflösendsten LCD Panels bei solchen Projektoren im Augenblick bei 1280x1024. Sharp hat auch so ein Teil (XG V10WE), das aber im Preis noch ein kleines bisschen höher liegen wird.

Tja, ich glaube wir müssen alle noch ein bisschen warten... ;-)

Grüße, digiwi.
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Antwort 2002-02-26 18:58 | IP-Adresse ist registriert
@WnSoft: kann dir absolut zustimmen. Fehlt nur noch der Hinweis, daß der Kontrastumfang einer Digi noch längst nicht an den Silberfilm herankommt. Warum photographiere ich eigentlich digital ? Ach ja richtig, weil es einfach so schön praktisch ist. Gruß Helmut
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Antwort 2002-02-26 19:25 | IP-Adresse ist registriert
@Ehlers:
Leica-R8-"Notausrüstung", 28mm - 60mm - 180mm: 6 kg.
Minolta Dimâge 7, 28mm kontinuierlich bis 200mm: netto 495 g.
Auch das könnten Argumente sein.
Antwort 2002-02-26 19:48 | IP-Adresse ist registriert
Weitere Vorteile:
- die ewigen "angebrochenen" Filme - früher.
- die sofortige "Rückmeldung": Ich für meinen Teil kann behaupten, dass ich aus diesem Grund in den zwei Jahren, seit ich digital fotografiere, mehr gelernt habe, als in den ganzen zwanzig Jahren zuvor! Ich kann mir innerhalb eines Tages noch gut merken, warum ich welche Aufnahme mit welcher Messmethode usw. gemacht habe. Wenn ich beispielsweise zwei Wochen warten muß, bis ich die Urlaubsbilder habe, dann ist's vorbei!
Das Gewicht ist bei mir allerdings eher gestiegen - selber Schuld ;-)

Grüße, digiwi.
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Antwort 2002-02-26 20:43 | IP-Adresse ist registriert
@digiwi: das kommt darauf an, womit du vorher photographiert hast. Die wesentlichen Grundlagen lernt man am ehesten mit einer alten Spiegelreflex. Oder andersherum formuliert: "verdammt noch mal - ich will selbst bestimmen wo die Unschärfe liegt" . Das geht zwar auch mit Digis, aber leider viel zu umständlich und viel zu wenig genutzt. Gruß Helmut
Antwort 2002-02-26 20:59 | IP-Adresse ist registriert
@ehlers,

was die Tiefenschärfe anbelangt, hast Du natürlich vollkommen recht! Das ist auch einer meiner Kritikpunkte an den Digis im Consumerbereich. Ich freue mich jetzt schon auf die erste bezahlbare Digicam mit Kleinbildchip! Ich meinte eher das Spiel mit der Belichtung. Da die Digitalkameras, was die korrekte Belichtung anbelangt, noch heikler sind, als jeder Diafilm (ausgefressene Lichter), musste ich hier noch wesentlich präziser als früher vorgehen. Ich kann sagen, dass inzwischen der Belichtungstechnische Aussschuß gegenüber früher deutlich gesunken ist. Das habe ich mit meinem Statement gemeint.
Von der Tiefenschärfe einmal abgesehen, finde ich eben nicht, dass man die Grundlagen der Fotografie mit einer Spiegelreflex besser lernt - siehe zu späte "Rückmeldung".
Voraussetzung ist allerdings, dass man den gezielten Umgang überhaupt lernen will, und bereit ist, abseits der vorgegebenen Automatiken zu fotografieren.
Ich hatte übrigens eine Pentax MX - ohne jegliche Automatik.

Viele Grüße, digiwi
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Antwort 2002-02-26 21:14 | IP-Adresse ist registriert
@digiwi und @WinSoft: habe eure Stellungnahmen kapiert und sehe es ja auch irgendwie ähnlich. Vielleicht lässt sich die Frage ja auch garnicht mit besser oder schlechter, sondern eher mit "anders" beantworten. Warten wir einfach mal gemeinsam darauf, daß die Dgitechnik irgendwann mal die alten Vorteile der analogen Cameras zu erschwinglichen Preisen bieten wird. Es grüßt euch Helmut
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