Photokina 2018- Das war's dann wohl...

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Beiträge 6
Erstellt 2018-10-05 13:00 | IP-Adresse ist registriert

Dem in meinen Augen viel zu enthusiastischen Beitrag zur Photokina 2018 möchte ich ein wenig "die Luft raus lassen"...


Die Reduzierung der Messetage hätte man ja vielleicht noch verschmerzen können-die Reduzierung der Hallenfläche auch.

Aber BEIDES gleichzeitig bedeuten für mich das absolute KO-Kriterium und nach ca. 15 Photokina-Besuchen mein persönliches Aus!

Ein Kollege und ich waren zusammen dort, wie immer am Donnerstag. Und ab Mittag war es einfach nur noch unerträglich:

Von Menschenmassen durch die Reihen geschoben zu werden hat mit einem Messebesuch nichts mehr zu tun, man fühlte sich eher an die Wisen erinnert.
Und nicht nur dadurch:
Die überforderte Gastronomie und die versifften Toiletten legten ebenfalls Zeugnis darüber ab, dass das so nicht funktioniert.Zudem gab es ab Bahnhof Köln-Deutz keinen Shuttlebus zum Eingang Nord der Messehallen mehr, es stürzten sich daher alle auf den nahen Eingang Süd, mit entsprechendem Chaos.

Selbst das Online-Buchungssystem für Messekarten hat man ruiniert:Galt noch beim letzten Mal das Messeticket automatisch als Fahrausweis für den öffentlichen Nahverkehr, musste diesmal ein "personalisiertes" Ticket ausgedruckt werden-obwohl ich beide Namen eingetragen hatte, wurde aber nur einer ausgedruckt, mein Kollege hätte also demnach schwarz fahren müssen.

Dillettantismus an allen Ecken und Enden!

Tja, Leute, DAS ist Köln, könnte man nun sagen-aber der Fisch stinkt vom Kopfe, gab es Änderungen beim Veranstalter oder bei der KölnMesse?

Wird das nicht besser, sage ich das "AUS" dieser Traditionsveranstaltung (seit 1950!!!) in den nächsten zwei bis drei Jahren voraus.
SCHADE! Bruno Uhl und L. Fritz Gruber werden im Grabe rotieren!

 

Antwort 2018-10-05 17:56 | IP-Adresse ist registriert

Hubertus0:
Zudem gab es ab Bahnhof Köln-Deutz keinen Shuttlebus zum Eingang Nord der Messehallen mehr, es stürzten sich daher alle auf den nahen Eingang Süd, mit entsprechendem Chaos.

Der Eingang Nord war (inkl. Pressezentrum) ohnehin geschlossen. Man kam nur West, Ost und Süd rein. Über das geschlossene Pressezentrum (dadurch gab es viel zu wenige Arbeitsplätze) und die schlechte (zu wenige) Gastronomie habe ich von Kollegen viele Beschwerden gehört, bei den Toiletten stand ich selbst Schlange (auf dem Männerklo, wohlgemerkt). Mir persönlich war das auch zu voll und ich habe mich daher sehr auf meine Termine konzentriert und zwischendurch eine halbwegs ruhige Ecke zum Arbeiten gesucht (bzw. bin dafür teilweise die fünf bis zehn Minuten Fußweg ins Hotel rüber gegangen), entspannt über die Messe zu schlendern wie in den letzten Jahren war leider nicht möglich.

Wie es in Zukunft mit der Photokina weitergeht, wird man sehen. Vor der Messe waren viele sehr pessimistisch und es wurde doch besser, als gedacht, vor allem an der Neuheitenfront. Vielleicht war es auch deshalb überraschend voll (und weil so viele Tickets verschenkt wurden). Die nächsten Jahre wird sich zeigen, ob die Messe einfach nur weiter schrumpft oder die Aussteller nur alle zwei Jahre kommen und somit die Messe gezwungen wird, wieder auf den zweijährigen Rhythmus zu wechseln. Um so einen Messestand zu finanzieren, muss man schließlich ziemlich viele Kameras verkaufen. Wenn ich mir die Messestände von Canon, Nikon und Fujifilm halb so groß mit halb so viel Personal vorstelle bei gleich vielen Besuchern, gäbe das nochmal das doppelte Chaos und wohl viele enttäuschte Gesichter.

Benjamin Kirchheim
digitalkamera.de-Redakteur

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Antwort 2018-10-06 16:05 | IP-Adresse ist registriert

Schön, dass Sie den gleichen (schlechten) Eindruck hatten wie mein Kollege und ich, Herr Kirchheim!

Wo wir schon beim Meckern sind: Vermisst habe ich die Produktgruppe "Wiedergabe", also Beamer und Bildschirme!

- Oder sind die mir im Chaos entgangen?

Jedenfalls hoffe ich, dass die Messeleitung von derlei Missständen Notiz nimmt und für Abhilfe sorgt, sonst war's das...

 

Viele Grüße, Hubert Schmitz

 

Antwort 2018-10-07 10:41 | IP-Adresse ist registriert

Bildausgabe ist so überhaupt nicht mein Thema, mir reichen da mein Notebookbildschim, mein Smartphone und mein viel zu großer 60"-LED-TV. Aber Eizo soll in Halle 5.2 gewesen sein, ist mir jedoch nicht aufgefallen. Einige Stände waren aber auch ziemlich hinter den großen in den Ecken versteckt. Wenn ich da bspw. an den Ricoh/Pentax-Stand denke, der völlig hinter dem Nikon-Stand untergegangen ist.

Beamer? Waren die mal ein Thema? Fujifilm hat jedenfalls einen gezeigt, der sich sogar ganz simpel ins Hochformat drehen lässt. Dürfte für Privatanwender finanziell aber jenseits von Gut und Böse liegen und eher für den Businessbereich (bspw. Museen & Co) interessant sein. Als ich nach der Auflösung fragte und Full-HD zu hören bekam, war das Interesse für Foto für mich eh unten durch. Unter 4k braucht man da heutzutage m. E. gar nicht mehr anfangen, bald haben wir sogar 8k-Fernseher.

Das große Problem bei den Geräten ist nur immer, dass sie sehr auf Video fokussiert sind und Fotos eher im Hintergrund stehen, siehe auch unsere Fototipp-Artikelserie zu dem Thema. Statt Beamer kann man sich auch gut einen großen LED-TV hinstellen, ist günstiger, heller und hat eine bessere Bildqualität. Nur ab einer gewissen Größe nicht mehr ganz so transportabel. Bis 55"-Geräte sind heutzutage so leicht, dass man sie alleine tragen kann, nur eben etwas sperrig (meinen ersten 52" Flat-TV konnte man nur zu zweit heben). Wir hatten früher im Büro einen Beamer für Besprechungen, inzwischen wird stattdessen bei Bedarf der große Fernseher aufgestellt. Beamer sind m. E. erst jenseits der 75" für ein wirklich großes Publikum interessant, aber auch dann darf es gerne 4k sein.

Wenn es dagegen um die Bildausgabe auf Papier geht, waren die beeindruckend großen Maschinen wieder auf der Messe vertreten.

Benjamin Kirchheim
digitalkamera.de-Redakteur

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Beiträge 6
Antwort 2018-10-08 12:52 | IP-Adresse ist registriert

Tja,

da sieht man wieder die Diskrepanz:

Aufgenommen wird mit einem Pixelmonster und sündteuren Objektiven-angesehen werden die Bilder auf einem popeligen Laptop oder einem TV, der (bezahlbar) gerade mal 8 MPix wiedergeben kann-ich lasse meine besten Bilder darum zu Postern oder Panoramen aufblasen und dekoriere damit das Untergeschoss unseres Hauses...

Früher machte man, wenn man wirklich was gutes sehen wollte, Dias und projizierte die auf einer Leinwand mit möglichst großer Diagonale-ein 8k-Projektor käme dem zwar vielleicht nahe, aber ist wohl unbezahlbar-noch jedenfalls.

Beamer waren übrigens ein Thema: Nach der Photokina 2012 oder 2014 habe ich einen Casio-Beamer mit DLP gekauft-DIN A4 groß, leicht, trotzdem sauhell, Full HD, weil es da nichts besseres gab. Treuer Begleiter bei Vorträgen! Eine weiße Wand genügt.

Machen Sie das mal mit dem LED-Bildschirm... ;-)

 

Antwort 2018-10-08 14:43 | IP-Adresse ist registriert

Es kommt eben immer auf die Anwendung an.

Benjamin Kirchheim
digitalkamera.de-Redakteur

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