Makro Kamera mit großem Schärfebereich

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Erstellt 2018-08-10 11:08 | IP-Adresse ist registriert

Hallo,

 

ich habe mir eine Olympus om-d e-m5 mark ii gekauft mit einem 12-40mm Objektiv sowie einem 60mm Makro Objektiv. Leider habe ich nun in der letzten Zeit beim probieren und testen der Kamera festgestellt das sie für meine eigentlichen Anforderungen nicht die passende Kamera ist (nervig beim Preis für alles zusammen von über 2000€).

 

Vorher hatte ich eine Olympus XZ-1, diese war leicht, kompakt und die Bilder damit auch im iauto Modus waren gut und oft konnte ich damit ein großen Teil des Bildes scharf stellen, darum geht es mir besonders bei Makros.

Diese hatte sogar einen Makro Modus und einen super Makro Modus. Im Vergleich sind die Bilder der XZ-1 auf die Fläche bezogen scharfer als die der om-d e-m5 mark ii, mit der om-d komme ich gar nicht nah genug ran und wenn ist es unmöglich alles scharf zu bekommen. Zu dem fotografiert die om-d e-m5 mark ii im iauto immer im I-enhance Modus, dieser lässt sich laut Olympus dort nicht deaktivieren... Die Bilder dieses I-enhance Modus sind fürchterlich.

Leider gibt's ja von der XZ-1 & XZ-2keinen erhältlichen Nachfolger.

 

Nun habe ich gelesen das ein kleiner Sensor eine größere Schärfenebene hat.

Das 60mm Olympus kommt da nur auf wenige Millimeter was im Endeffekt bedeutet das zb. Mein Kaktus verschwommene Dornen hat da diese nur in einem winzigen Bereich scharf abgebildet sind.

 

Was für eine Kamera könnt ihr mir empfehlen?

Preis ist mal nebensächlich, ich hoffe das ich meine Olympus om-d e-m5 mark ii mit dem ganzen zubehör noch verkauft bekomme, bei interesse Pm.

 

Viele Grüße

Nopal

Antwort 2018-08-10 14:41 | IP-Adresse ist registriert

Die OM-D E-M5 Mark II beherrscht ab Firmware 4.0 Fokus-Stacking. Schonmal ausprobiert? Damit kann man bestimmen, welcher Bereich scharf werden soll. Des Weiteren kannst Du in der Zeitautomatik statt in iAuto fotografieren und stellst die Blende auf F8 oder F11 (nicht mehr). Das erhöht den Schärfebereich.

Der Vorteil des 60er Makros ist ja gerade, dass man nicht so nah ran muss und trotzdem eine große Vergrößerung erreicht. Das gibt weniger Verzerrungen und die Beleuchtung lässt sich auch besser realisieren.

Generell muss man sich mit einer Systemkamera wie der E-M5 aber schon etwas beschäftigen und mit den Details auseinandersetzen, das ist halt keine Automatikknipse, sondern eine Kamera mit höheren Ansprüchen. Du wärst aber nicht der erste, der mit der geringen Schärfentiefe nicht klar kommt und wieder zurück zur Kompaktkamera wechselt. Wenn Dir die Bildqualität einer Kompakten "gut genug" ist, spricht ja auch nichts dagegen. Du hast doch den Vergleich und kannst beurteilen, ob Dir die Bildqualität einer XZ-1 reicht.

Ansonsten schau Dir vielleicht mal die Sony RX10 an. Die hat eine Bildqualität irgendwo zwischen der XZ-1 und E-M5. In meinem Test habe ich auch etwas zum Makromodus geschrieben, dort kannst Du auch nachlesen, wie nah man herankommt und wie kleine Motive man formatfüllend abbilden kann: https://www.digitalkamera.de/Testbericht/Sony_Cyber-shot_DSC-RX10/8632.aspx

Die Makroeigenschaften könntest Du mit der E-M5 II auch noch verbessern, zumindest von der Vergrößerung her, nämlich mit dem 30 mm Makro, das ich hier getestet habe: https://www.digitalkamera.de/Zubeh%C3%B6r-Test/Testbericht_Olympus_30_mm_3_5_ED_Makro/10517.aspx Aber das vergrößert nicht so stark wie oben erwähnte Sony und man ist verdammt nah am Motiv dabei.

Benjamin Kirchheim
digitalkamera.de-Redakteur

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Antwort 2018-08-10 21:21 | IP-Adresse ist registriert

Nopal:
Nun habe ich gelesen das ein kleiner Sensor eine größere Schärfenebene hat.

Hallo,

das Problem mit der Schärfentiefe hat nicht direkt was mit der Sensorgröße zu tun sondern mit der (echten) Brennweite,  dem Abstand und der Blende. Wenn man denn, durch die unterschiedliche Sensorgrößen der beiden Kameras benötigten Brennweitenunterschied betrachtet um den gleichen Motivausschnitt zu erhalten ist der Unterschied nicht so groß.

Die XZ-1 hat ein 6 mm - 24 mm Objektiv und der Makromodus arbeitet bei 6mm. Dafür bräuchte man ein 14mm Makro für die m5 mit einem entsprechend geringen Abbildundsmaßstab (da steckt der Abstand und Brennweite drinn und ich gehe davon aus das Motivabstände deutlich unter 1cm kaum praktikabel sind). Das beschreibt den Beitrag der unterschiedlichen Sensorgröße zwischen den beiden Kameras.

Für die m5 wird jetzt ein 60mm Objektiv verwendet das einen kleineren Motivausschnitt erlaubt aber auch dann weniger Schärfentiefe hat.

Mit Geld und anderer Hardware kommt man dem Problem nicht bei.
Ich empfehle in einer Suchmaschine nach den Schlagworten "makro schärfentiefe" zu suchen. Es gibt reichlich kostenlos zugängliche Seiten die eine Einführung in die Makrofotografie geben.  

Christian

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Antwort 2018-08-11 20:36 | IP-Adresse ist registriert

Die Kamera ist sicherlich top und ich würde sie auch nur ungern wieder hergeben wollen aber die Bilder sind einfach ( noch ) nicht so gut wie ähnliche mir der XZ-1

Kann man hier Bilder hochladen, so könnte ich euch ein Beispiel zeigen ?

 

Das 30mm Makro klingt jetzt sehr interessant, komme ich dadurch näher an das Objekt heran und habe dann auch mehr Schärfe?

Dann wäre dies ein Grund zum Kauf.

 

Was mir generell schwer fällt ist auch das Fotografieren in dem Beispiel eines Säulen Kaktus, die Blüten befinden sich an der Säule ca.20 davon.

Ich bekomme es einfach nicht hin das alle Blüten davon scharf abgelichtet werden (der Stempel und die Härchen davon sichtbar sind ) 

Blende ich ab werden alle Blüten unscharf  blende ich weniger ab sind die hinteren unscharf und blende ich gar nicht ab ist die Schärfentiefe nochmal geringer... 

Trotz einer PASM Einstellung und Fokus auf manuell.

Ich weiß nicht ob ich das einfach nicht hinbekommen kann oder ob es hier technische Grenzen gibt. 

Wie gesagt ging es mit der XZ-1 gut und sogar schneller im automatik Modus  und alle Blüten sind gleichmäßig scharf abgebildet aber nicht so scharf wie jetzt mit der om-d e-m5 mark ii.

 

Vielen Dank und beste Grüße 

Nopal 

 

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Antwort 2018-08-11 20:41 | IP-Adresse ist registriert

Um es nochmal auf den Punkt zu bringen. 

Gehe ich zu weit weg vom Objekt fehlt mir die Schärfe gehe ich näher ran ist es die Schärfentiefe die zu gering ist und selbst mit abblenden komme ich da nicht weiter.

Stacking liefert gute Ergebnisse mit einem objektiv aber erstens ist es sehr aufwendig immer das Stativ zu benutzen und dann alles ein zu stellen und zu dem ist das Ergebnis meist das selbe wie oben  es fehlt an Schärfentiefe.

 

Schade das es nicht möglich ist ein Bild von hinten bis vorne scharf zu knipsen und das auch im nahen Makro Bereich ...

Vielleicht kommt hier ja noch etwas Technik auf wobei wenn ich es richtig verstehe ist dies ja gar nicht in der professionellen Fotografie erwünscht. 

 

Beste Grüße 

Nopal 

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Antwort 2018-08-11 23:45 | IP-Adresse ist registriert

Nopal:
Das 30mm Makro klingt jetzt sehr interessant, komme ich dadurch näher an das Objekt heran...

Ja

Nopal:
... und habe dann auch mehr Schärfe?

Nein (ist wirklich Schärfe gemeint?)

Nopal:
Blende ich ab werden alle Blüten unscharf 

Verwackelt oder der Fokus sitzt nicht. Stativ verwenden und den Fokus mit der Lupenfunktion prüfen und entsprechend korrigieren.

Nopal:
Trotz einer PASM Einstellung und Fokus auf manuell.

Welche Einstellung? PSAM steht für 4 unterschiedliche Modi.

Nopal:
Gehe ich zu weit weg vom Objekt fehlt mir die Schärfe gehe ich näher ran ist es die Schärfentiefe die zu gering ist und selbst mit abblenden komme ich da nicht weiter.

Werden da die Begriffe durcheinander gebracht? Es kann bei größerem Abstand nicht an Schärfe fehlen. Es geht die Auflösung zurück weil die Motive kleiner abgebildet werden aber nicht die Schärfe.

Nopal:
Vielleicht kommt hier ja noch etwas Technik auf wobei wenn ich es richtig verstehe ist dies ja gar nicht in der professionellen Fotografie erwünscht.

Mehr Schärfentiefe ist durchaus erwünscht. Deswegen gibt es ja die Technik des Stacking.

Nopal:
Kann man hier Bilder hochladen, so könnte ich euch ein Beispiel zeigen ?

Ja (Filmsymbol links vom Smily) aber bitte nur einen aussagekräftigen Ausschnitt der die Problematik gut zeigt.

Christian

 

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Antwort 2018-08-30 19:23 | IP-Adresse ist registriert

Nopal:
Vielleicht kommt hier ja noch etwas Technik auf wobei wenn ich es richtig verstehe ist dies ja gar nicht in der professionellen Fotografie erwünscht. 

 

Das ist glaube ich so nicht richtig. Sicher ist Technik erwünscht. Die meisten Fotografen aus Herzblut möchten jedoch nicht, dass ihnen die Technik ihre eigene Note und ihre Arbeit abnimmt. Da wo es sinnvoll ist, ist Fortschritt wohl immer gerne gesehen.


LG

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