AGFA Foto CD ( 80er Jahre ???)

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Erstellt 2016-10-28 10:00 | IP-Adresse ist registriert

Hallo

 

Mein Freund hat folgendes Problem.

Es muss "Vermutlich" in den 80 er oder Anfang 90er Jahren

die Möglichkeit gegeben haben, seine Fotos auf einer

CD zu brennen.  Vermutlich Agfa oder Kodak.

Leider gibt es anscheinend nicht die Möglichkeit, heute

ein Laufwerk zu finden, die das Format dieser Dateien

unterstützt.

Weis jemand über diese Foto Cds bescheid ?

Und wie kopiert man diese auf Festplatte.

Antwort 2016-10-28 10:53 | IP-Adresse ist registriert

Also Kodak PhotoCDs lassen sich problemlos mit allen DVD und CD-ROM Laufwerken öffnen und die Dateien (PCD) lassen sich z.B. mit IrfanView, Lightroom oder Photoshop öffnen und konvertieren.

Wenn die Disc also nicht lesbar ist, dann wird sie warscheinlich das zeitliche gesegnet haben. Ein häufiges Problem gebrannter Discs

Harm-Diercks Gronewold
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Antwort 2016-10-28 11:12 | IP-Adresse ist registriert

biker57:
Leider gibt es anscheinend nicht die Möglichkeit, heute ein Laufwerk zu finden, die das Format dieser Dateien unterstützt.

Die Dateien sind auch heute noch von "jedem" Laufwerk auslesbar, wenn sie nicht defekt sind.

"Gebrannte" CD´s haben im Gegensatz zu "fertigen" CD´s eine deutlich geringere Lebensdauer.

Je nach "Brenngeschwindigkeit" sinkt die Lebensdauer rapide mit mit dem Geschwindigkeit, mit der die CD gebrannt wurde.

Die CD´s bei Agfa, Kodak oder sonst wo wurden mit aus Kostengründen natürlich mit höchster Geschwindigkeit gebrannt.

 

Beim "Brennen" wird in Wiklichkeit ja nur geschmolzen:

auf einer Reflektionsschicht liegt eine dünne Kunststoffschicht und in die werden im "Takt" des binären Codes Löcher eingeschmolzen. Diese Löcher geben die Reflektionsschicht frei und damit kann die CD dann ausgelesen werden.

"Brennt" man langsam, werden große und deutlich lesbare Löcher eingeschmolzen  ...  "Brennt" man schnell, werden kleine und dennoch lesbare Löcher eingeschmolzen.

Das "Problem" entsteht hinterher: der geschmolzene Kunsstoff hat an den Rändern des Loches die Neigung, wieder zurückzufließen. Kleine Löcher "laufen" dabei irgendwann wieder zu  ...  große Löcher "laufen" eher selten wieder zu, weil sie zu groß sind.

Diese Thematik wurde "damals" von gefühlten 99% der User heftig ignoriert.

Ich jedenfalls habe immer mit dem geringstem Tempo gebrannt und diese meine CD´s von 2002 an sind noch alle lesbar.

 

Ich habe aber im Jahr 2004 auch einen "Langzeittest" angefangen (weil ich es wissen wollte):

3 Mitsuibishi CD`s mit "full Speed" gebrannt und 3 so langsam wie möglich.

Die "langsamen" sind noch voll lesbar  ...  von den "schnellen" war 2010 noch eine lesbar, heute keine mehr.

Klar hängt das auch vom Brenner ab: aber die Tendenz ist vorhanden und physikalisch begründet.

Es hängt ganz klar auch von den verwendeten Rohlingen ab  ...  und da sind bei der Massenware "Foto-CD" aus Kostengründen vermutlich nicht die höchstwertigen verwendet worden.

 

Manfred

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Antwort 2016-10-29 10:44 | IP-Adresse ist registriert

Habe nachgefragt.

Die Dateien waren "Einst" auf Laufwerken lesbar.

Daher ist mit Sicherheit das alter die Ursache.

Sind kostenlose Datenretter eine Möglichkeit,

oder was tun ?

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Antwort 2016-10-30 09:47 | IP-Adresse ist registriert

Die Chance einer Datenrettung tendiert überdeutlich gegen NULL  ...  leider.

Der geschmolzene Kunsstoff hat an den Rändern des Loches die Neigung, wieder zurückzufließen. Kleine Löcher "laufen" dabei irgendwann wieder zu.

Und wenn die "Löcher" über der Reflektionsschicht nicht mehr vorhanden sind, reflektiert da nichts mehr und folglich ist da nichts mehr zu lesen  ...  niente.

Bei meinen unlesbaren Test-CD´s kann auch der mit einem deutlich feineren Laser arbeitende DVD-Player nichts mehr lesen.

Wobei, ...  einen Versuch mit einem Blue-ray-Player habe ich noch nicht gemacht: der kann ja vom Prinzip her noch feinere Strukturen erkennen.

 

Manfred

Antwort 2016-10-31 07:36 | IP-Adresse ist registriert

odin:
Wobei, ...  einen Versuch mit einem Blue-ray-Player habe ich noch nicht gemacht: der kann ja vom Prinzip her noch feinere Strukturen erkennen.

Das wird nicht funktionieren, da ein BluRay-Player zwei Laser mit unterschiedlichen Wellenlängen im Pickup hat. Wenn eine DVD eingelegt wird, dann wird der langwellige Laser genutzt. Wird eine BR-Disc eingelegt, so wird der Kurzwellige Laser im Pickup aktiviert.

Harm

Harm-Diercks Gronewold
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Antwort 2016-10-31 10:03 | IP-Adresse ist registriert

Aha  ...  und wieder etwas gelernt   Smile

Manfred

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Antwort 2016-10-31 16:57 | IP-Adresse ist registriert

Vielleicht kennst Du ja jemanden der noch eien alten CD-Player hat. Ich hatte (als die schnelleren kamen) das Gefühl das die alten langsamen Leser doch fehlertoleranter waren.

Selbst wenn nciht solltest Du es mal mit verschedenen Lesern probieren - evtl. kann einer noch magischerweise etwas 'rausrutschen.

Wegschmeißen geht dann immer noch.

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