Konzertfotografie: MFT oder DSLR (Vollformat)?

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Erstellt 2014-03-22 22:37 | IP-Adresse ist registriert

Hallo miteinander,

ich fotografiere seit einiger Zeit semiprofessionell bei Events und Konzerten. Seit dem Dezember mit der Oly E-M1 und recht wertigen Objektiven (u.a. Panasonic 35-100 2.8 und Olympus 75 1.8).

Davor hatte ich eine Nikon D7000.

Bei den Konzerten bin ich unter den ganzen Canon-Fotografen der absolute Exot Big Smile

Von den Kollegen wird man milde belächelt, wenn man die Oly rausholt. Dafür störe ich bei kleineren Konzerten vorne in den ersten Reihen die anderen Zuhörer auch bei weitem nicht so wie die Kollegen mit der DSLR

Mit meinen Bildern bin ich sehr zufrieden. Klar bringt der kleine Sensor bei hohen ISO-Werten manchmal ein sichtbares Rauschen mit sich... Aber insgesamt finde ich, wenn ich meine Bilder mit denen der anderen Fotografen vergleiche, die Bilder der E-M1 absolut gleichwertig. 

Interessieren würde mich, vor allem von der Canon 70-200 2.8er-Fraktion, warum diese nicht auch mit einer kleineren Kamera wie der E-M1 unterwegs sind und/oder warum eine Vollformat-DSLR hier Vorteile hat.

Letztendlich werden die Bilder doch zumeist eh nur auf dem Rechner oder Smartphone angeschaut, selten braucht man Drucke größer als A2... und das packt die E-M1 auch.

Ich hatte mir vor dem Kauf der E-M1 überlegt, eine EOS 5D Mark III zuzulegen. Aber als ich diese zusammen mit dem besagten 70-200 in der Hand hatte und daran dachte, das Teil bei einem Event zwei bis drei Stunden rumtragen zu müssen war ich doch wieder schnell davon abgekommen.

Ich freue mich auch Eure Meinungen und Kommentare!

Viele Grüße, Mac

 

 

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Antwort 2014-03-23 13:18 | IP-Adresse ist registriert

Hallo,

 

fotografiere du mal weiter mit deiner Oly und gut ist.Das Ergebnis zählt.

(sagt ein Canon Fotograf mit 5D II und 2,8/70-200mm L IS USM II)

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Antwort 2014-03-24 13:54 | IP-Adresse ist registriert

mc.namara:
Interessieren würde mich, vor allem von der Canon 70-200 2.8er-Fraktion, warum diese nicht auch mit einer kleineren Kamera wie der E-M1 unterwegs sind...

Ich bin zwar keiner aus der Canon Fraktion aber bei der OM-D und dem Panasonic Objektiv spielt die Zeit eine große Rolle.
Das Panasonic Objektiv ist erst seit 1 1/2 Jahren auf dem Markt und die OM-D Serie und das 75 f/1,8 Objektiv erst seit etwa 2 Jahren. Davor gab es nur einige lichtstarke Festbrennweiten und die üblichen f/3,5-5,6 oder lichtschwächere Zoomobjektive für das MFT System.
Davor stand das System in der Konfiguration garnicht zur Auswahl und wer sich festgelegt hat wechselt meiner Meinung nach ungerne.

Christian

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Antwort 2014-03-25 23:53 | IP-Adresse ist registriert

caprinz, hast du Vergleichserfahrungen mit Oly vs. 5DII gemacht? Ich habe bisher nur mit DSLR Konzerte fotografiert und dachte, dass das irgendwie Industriestandard ist.

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Antwort 2014-03-26 07:53 | IP-Adresse ist registriert

Hallo,

ich selbst habe kein Oly /Pana mFT System,aber ein renommierter Kollege:

http://guenterhamich.de

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Antwort 2014-03-26 15:20 | IP-Adresse ist registriert

Verstehe, danke. Sehen ja spitze aus, seine Fotos! Also doch nicht nur DSLRs für Konzertfotografie.

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Antwort 2014-03-26 15:44 | IP-Adresse ist registriert

wingedman:
Also doch nicht nur DSLRs für Konzertfotografie.

Das Kürzel DSLR beschreibt doch nur das es eine Digitalkamera mit Spiegelreflexsucher ist. Ein Spiegelreflexsucher ist doch keine Voraussetzung für Konzertfotografie.

Christian

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Antwort 2014-03-27 21:25 | IP-Adresse ist registriert

Natürlich tut es das. Aber nachdem ich vor mittlerweile einiger Zeit mit dem digitalen Fotografieren angefangen habe, habe ich das noch ein bisschen als Standard im Kopf, weil ich spiegellose Digitalkameras als technisch noch nicht so gut in Erinnerung habe.

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Antwort 2014-03-27 22:34 | IP-Adresse ist registriert

Die Technik ändert sich ständig und damit ändert sich auch der Standard sowie Grundsätze. Mit dem Wechsel von Analog zu Digital ist viel von der damaligen Kameravielfalt und an Exoten verloren gegangen. Es gab danach nur digitale Kompaktkameras mit kleinem Sensor und die teuren Spiegelreflexkameras denen man einen (technisch bedingt) großen Sensor einbaute. Das ändert sich zunehmend und die Vielfalt kommt langsam wieder.

Die erste spiegellose Systemkamera mit Sensor im Kleinbildformat ist erhältlich, der Kontrastautofokus ist deutlich schneller geworden und es gibt die ersten lichtstarken Zoomobjektive für die neuen Systeme.
Allerdings gibt es bei weitem noch nicht die Auswahl wie bei den wesentlich älteren D-SLR Systemen. Ein Grund dürfte sein das die meisten Kunden leichte, handliche Kameras und Objektive wollen. Lichtstarke Objektive sind aber nicht leicht, handlich und obendrein sehr teuer.
Für das 4/3" D-SLR System von Olympus z.B. gibt es zwei sehr Lichtstarke Objektive (14-35mm f/2,0 und 35-100mm f/2.0) die nicht leichter sind als die D-SLR Vollfortmat-Äquivalente.
Sicherlich lässt sich noch was durch den Trend bei den Objektiven für die spiegellosen Kameras machen auf Korrekturinsen zu verzichten aber im Verhältnis bleiben solche Objektive schwergewichte.

Christian

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Antwort 2014-03-28 08:09 | IP-Adresse ist registriert

Touri:

 Ein Grund dürfte sein das die meisten Kunden leichte, handliche Kameras und Objektive wollen. Lichtstarke Objektive sind aber nicht leicht, handlich und obendrein sehr teuer.

Für das 4/3" D-SLR System von Olympus z.B. gibt es zwei sehr Lichtstarke Objektive (14-35mm f/2,0 und 35-100mm f/2.0) die nicht leichter sind als die D-SLR Vollfortmat-Äquivalente.
Sicherlich lässt sich noch was durch den Trend bei den Objektiven für die spiegellosen Kameras machen auf Korrekturinsen zu verzichten aber im Verhältnis bleiben solche Objektive schwergewichte.

Christian

Das vom TO verwendete Panasonic ist klein(10cm lang),leicht (360g)und kostet etwa die Hälfte des Canon Pendant

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Antwort 2014-03-28 10:37 | IP-Adresse ist registriert

Das MFT Objektiv sammelt aber auch "nur" 1/4 der Lichtmenge des Canon Pendant. Daher das vom TO angesprochene höhere Rauschen. Zum Vergleich schaue man sich das Panasonic 45-150mm 4-5,6 an. Obwohl es eine längere Brennweite hat ist es wegen der Lichtstärke nur 200g schwer und deutlich billiger.

Vergleichen kann man die Objektive nur in einzelnen Punkten denn das eine ist ein 35-100mm Objektiv  und das andere ein 70-200mm Objektiv mit größerem Bildkreis. 

Letztendlich kommt es aber darauf an das man mit den Fotos zufrieden ist und das man die Kamera auch mitnimmt.

Christian

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Antwort 2014-03-28 10:49 | IP-Adresse ist registriert

Die Lichtstärke ändert sich aber nicht wegen des kleineren Sensors.2,8 bleibt immer 2,8.

Was das Rauschen betrifft,so wird das stark überbewertet.Den meisten Motiven tut mehr Schärfentiefe sehr gut.Die ist bei kleinen Sensoren eben größer.Um die gleiche Schärfentiefe mit dem Vollpfostenformat zu erreichen muss man vergleichsweise von 2,8 auf 5,6 abblenden.Das bedeutete aber längere Verschlusszeit,die man mit 2 Stufen höherer ISO Einstellung kompensieren muss.Und da ist dann wieder ,was Rauschen betrifft,Gleichstand.

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Antwort 2014-03-28 14:33 | IP-Adresse ist registriert

caprinz:
Die Lichtstärke ändert sich aber nicht wegen des kleineren Sensors.2,8 bleibt immer 2,8.

Von der Lichtdichte, die für die Belichtung wichtig ist, stimmt das. Für das optische System Objektiv macht es aber einen großen unterschied ob es f/2,8 bei 100mm oder f/2,8 bei 200mm sind. Das erfordert ganz andere Linsendurchmesser.

caprinz:
Den meisten Motiven tut mehr Schärfentiefe sehr gut. Die ist bei kleinen Sensoren eben größer. Um die gleiche Schärfentiefe mit dem Vollpfostenformat zu erreichen muss man vergleichsweise von 2,8 auf 5,6 abblenden. Das bedeutete aber längere Verschlusszeit,die man mit 2 Stufen höherer ISO Einstellung kompensieren muss.Und da ist dann wieder ,was Rauschen betrifft,Gleichstand.

Wenn man der Argumentation folgt kann man auch ein etwas leichteres und billigeres 70-200mm f/4 zum Vergleich heranziehen. Ein 70-200mm f/5,6 gibt es nicht.

Direkt vergleichen kann man die Objektive nicht. Ein 35-100mm f/2,8 Objektiv ist halt kein 70-200mm f/2,8 Objektiv.
Entweder Vergleicht man es von den Blenden-Zeit-ISO Kombinationen oder von der Lichtmenge und dem damit verbundenem Rauschen und abweichendem Blendendurchmesser der für die Schärfentiefe verantwortlich ist.

Im ersten Fall kann man deutlich an Gewicht sparen (kürzere Brennweite und kleinere Linsendurchmesser) im zweiten Fall nicht.

Christian

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Antwort 2014-03-28 20:53 | IP-Adresse ist registriert

Deine Argumentation kann ich als Fotograf leider nicht nachvollziehen und überzeugt mich nicht.

Für mich ist der Bildwinkel und das Bildergebnis entscheidend,was in deinen Ausführungen nicht vorkommt und berücksichtigt wird.

 

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Antwort 2014-03-29 01:02 | IP-Adresse ist registriert

caprinz:
Für mich ist der Bildwinkel entscheidend,der in deinen Ausführungen nicht vorkommt und berücksichtigt wird.

Für den gleichen Bildwinkel werden am Sensor im Kleinbildformat 200mm und am 4/3" Sensor 100mm benötigt. Das was ich bisher geschrieben habe macht nur Sinn wenn man davon ausgeht das der Bildwinkel an unterschiedlich großen Sensoren vom gleichen Standort ausgehend gleich bleiben soll. Das der "Vollformatsensor" ein anderes Seitenverhältnis als der 4/3" Sensor hat lasse ich dabei außen vor und beziehe mich auf den Bildwinkel der Diagonale. 

Christian

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