Bitte Idiotensicher erklären (Objektiv)

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Beiträge 98
Erstellt 2014-02-09 08:53 | IP-Adresse ist registriert

Auf den Ojektiven meiner Kameras stehen folgende Werte.

Canon G 12 :   1: 2,8 - 4,5  (Habe Cam nicht zur Hand, Zahlen laut -Canon. de)

Canon S 110 :   1:2,0 - 5,9

Nikon D 40X :  1: 3,5 - 5,6

 

Mein Freund besitzt eine Sony RX 100

Er sagt, dass diese das bessere Objektiv hat, wie meine -G 12, bzw S 110.

Diese Werte entnahm ich von Sony .de

F1.8 (W) -4,9 (T)

 

Wenn ich nun davon ausgehe dass eine DSRL immer einen besseres

Objektiv hat als eine Digicam, müsste doch die höhere Zahl eine

bessere Lichtstärke bringen.

(Siehe Nikon D 40X mit  1: 3,5 ......)

Wenn ich bei schlechten Lichtverhältnissen Bilder mache (Blitz)

war ich mit der Nikon immer zufriedener .

Also liegts an der 1:3,5  im Gegensatz zu 1:2,0 bzw 1: 2,8   ????????

Warum ist dann ein  Wert von 1: 1,8  Lichtstärker ???

 

 

 

 

 

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Antwort 2014-02-09 12:19 | IP-Adresse ist registriert

biker57:
Wenn ich nun davon ausgehe dass eine DSRL immer einen besseres
Objektiv hat als eine Digicam

Hallo,

diese Vorstellung sollte man erstmal ganz schnell begraben. Sie stimmt nicht immer.

biker57:
Warum ist dann ein  Wert von 1: 1,8  Lichtstärker ???

Der Blendenwert ist das Verhältnis von Eintritspupille zu (realer) Brennweite.
Vereinfacht gesagt der Durchmesser der Blende im Verhältnis zur Brennweit. Bedeutet also je kleiner der Wert um so größer ist die maximal mögliche Öffnung der Blende und um so mehr Licht geht durch.

Der direkte Vergleich funktioniert aber nur wenn der Sensor gleich groß bleibt und damit auch die Brennweite!

Mit der Sensorgröße ändert sich auch die reale Brennweite des Objektivs um den gleichen Bildwinkel zu erfassen.
Die äquivalenten 24mm der S110 sind aber lediglich reale 5,2mm. An einer Kamera mit APS-C Sensor werden für den selben Bildwinkel reale 16mm gebraucht.

Berechnet man die Durchmesser der maximalen Blende ergibt sich folgendes.

S110,     5,2mm / 2 = 2,6mm
APS-C,  16mm / 4 = 4 mm

Wie man sieht ist die Öffnung trotz Blende 4 bei 16mm größer.
Der Blendenwert beschreibt die Lichtdichte die für die Belichtung wichtig ist. Bei Blende 4 braucht man gegenüber Blende 2 zwei ISO Stufen mehr (Z.B. ISO 400 statt ISO 100).  Die Gesamte Lichtmenge die zur Verfügung steht bestimmt das Rauschen und das ist, wie auch die Schärfentiefe, von Durchmesser der Blende abhängig.

Die kleine Rechnung erklärt auch warum die Objektive bei gleicher Lichtstärke auch ungleich größer werden. Ein 5,2mm Objektiv mit 2,6mm Blendendurchmesser ist kleiner als ein 16mm Objektiv mit 8mm Blendendurchmesser und den dafür notwendigen größeren Linsen. Beim Kleinbildformat wären es 24mm Brennweite und 12mm Blendendurchmesser usw.

Christian

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Antwort 2014-06-29 22:06 | IP-Adresse ist registriert

Und schonwieder hier gelernt. Danke

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Beiträge 17
Antwort 2014-07-03 15:05 | IP-Adresse ist registriert

Hey hier auf diesem Blog werden Fotogrundlagen wirklich ganz einfach erklärt, da hab ich mich auch eingelesen ;-) Vielleicht hilft er dir ja auch und sonst gibts auch ganz nette Fotos ;-)

http://fotogenerell.wordpress.com/grundlagen-der-fotografie/

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Beiträge 12
Antwort 2014-08-03 22:42 | IP-Adresse ist registriert

Ah ja, der gute alte Sigma Fanblog! Wusste gar nicht, dass der auch Tutorials zum Fotografieren hat!

Noch ein Nachtrag zu APS-C und KB-Sensoren: Wegen der unterschiedlichen Größe der Sensoren und den jeweils darauf abgestimmten Objektiven kann man auch seltsame Ergebnisse bekommen, wenn man APSC-Linsen auf Kleinbildkameras benützt. Umgekehrt geht eigentlich fast immer.

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