Sensorgröße in Zoll und Millimeter

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Männlich
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Erstellt 2012-11-16 16:25 | IP-Adresse ist registriert

Nehmen wir mal als Beispiel die Sony RX100. Die wird angegeben mit einem 1" Sensor, was ich mit 1 Zoll = 25,4 mm übersetze. Im Datenblatt (nicht nur hier) steht als Größe 13,2 x 8,8 mm-. Da finde ich den Zoll nicht wieder, nicht mal in der Diagonale von 16 mm.  Wie berechnet sich das?

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Männlich
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Antwort 2012-11-16 17:10 | IP-Adresse ist registriert

Die Sensorgröße wird nach einem alten System aus den 50'er als Verhältnis in Zoll angegeben. Große Chips haben z.B. eine Größe von 2/3'' - kleine nur noch 1/2,7''. Diese Größenangabe ist aber nur als Typangabe zu verstehen. Daraus kann nicht die tatsächliche Größe errechnet werden

Gruß, Michael.

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Antwort 2012-11-16 17:37 | IP-Adresse ist registriert

Hallo,

die "Meßmethode" kommt noch aus den Zeiten der Bildaufnahmeröhern. Man kann es hinreichend genau berechnen indem man 2/3 der Zoll angabe als Diagonale nimmt. Auf den Millimeter kommt aber auch das nicht hin.

http://de.wikipedia.org/wiki/Vidicon

Christian

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Männlich
Beiträge 84
Antwort 2012-11-16 17:48 | IP-Adresse ist registriert

Danke, klar dass die Hersteller bei dem alten Maß bleiben, das verkauft sich besser.

Zusatzfrage: 1/2,7" liest sich 1 durch 2 Komma 7 Zoll?

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Antwort 2012-11-16 19:11 | IP-Adresse ist registriert

peterbird:
Zusatzfrage: 1/2,7" liest sich 1 durch 2 Komma 7 Zoll?

Das wird so gelesen und auch so gerechnet. Man könnte dafür auch einfach 0,37" Schreiben und auf den Bruch verzichten.
Das muss was mit Verkaufspsychologie zu tun haben. Für 4/3" könnte man auch 1/0,75" schreiben. Wink

Christian

 

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Antwort 2012-11-16 19:59 | IP-Adresse ist registriert

Die Amerikaner haben es irgendwie mit den Brüchen. Es scheint auch einfacher zu sein einen 5/8 und einen 8/16 auseinanderzuhalten als einen 9er und eine 12er Schlüssel. Muss man nicht drüber nachdenken, is so!

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Antwort 2012-11-16 22:35 | IP-Adresse ist registriert

Stammt halt aus den Anfängen der elektronischen Bildaufzeichnung:

die alte Röhre für Video-Aufzeichnungen hatte eine Außendurchmesser von ca. 1" und eine wirksame Bilddiagonale von ca. 16 mm.

Also hat ein 1-Zoll-Sensor eine Bilddiagonale von ca. 16 mm.

1-Zoll Wasserrohre haben auch keinen gemessenen Durchmesser von 25,4 mm und das dafür übliche 1-Zoll-Rohr-Gewinde hat deutlich über 30 mm Durchmesser, ist in Deutschland eine noch immer handelsübliche  Abmessung und kein "Marketing-Gag.

 

Ist halt so Cool

Manfred

 

 

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Beiträge 4.668
Antwort 2012-11-17 14:04 | IP-Adresse ist registriert

Auch zu den Wasserrohren gibt es so eine kleine Geschichte. 

Die Bezeichnung bezog sich nie auf den Außendurchmesser. Bei Rohren ist der Innendurchmesser wichtig weil er den Durchfluß bestimmt.  Als der Standard 1841 festgelegt wurde hatte ein 1" Rohr einen Innendurchmeser von 1". Der Außendurchmesser von ca. 33mm ergab sich aus der, durch die Materialquallität bedingten, notwendigen Wandstärke der Rohre. Heute kann man Rohre dünnwandiger herstellen so das die Rohre innen mehr als 1" haben können.

Es gibt aber einen großen Unterschied zwischen den Zollangaben der Rohrgewinde und den Sensoren. 
Die Gewinde sind genormt und die Maße und Toleranzen genau definiert. Bei den Sensoren ist es lediglich eine Bezeichnung und die ist noch nicht mal einheitlich. Nur ein Teil, meist die kleineren Sensoren werden in Zoll angegeben. Bei den anderen gibt es einen Bezug zu Negativformaten (z.B. APS-C) oder es gibt Herstellerbezeichnungen (DX, FX). Was Sony einen 1" Sensor nennt bezeichnet Nikon als CX Format.

Christian

 

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Antwort 2012-11-17 14:30 | IP-Adresse ist registriert

Jepp   ....

und wenn man den man die 1-Zoll-Sensorbezeichnung gleich setzt mit ca. 16 mm Sonsordiagonale .....

dann stimmen alle als Bruch in Zoll angegebenen Sensordiagonalen  auch weitgehend mit dieser Basis überein.

Und da können hier alle heulen, jammern und zetern:  das wird hier keiner ändern können.

Aber man kann hier den Hintergrund erklären und über die Zusammenhänge aufklären;  ...  damit jeder, der lesen kann, die Angaben nachvollziehen kann und auch Verstehen kann.

 

Der Wasserrohrvergleich sollte auch nur dazu dienen, dass selbst so profane Dinge wie die Normung von Wasserrohren in "Zoll"  aus dem Jahr 1841 ( Danke für die Nennung )  heute in Deutschland noch gebräuchlich sind.

Und das ist mit Sicherheit kein Marketinggag.

Und die ersten Videoröhren waren in Zoll genormt, weil sie aus einem Teil der Welt kommen, in dem damals in Zoll gerechnet wurde.

Uns in weiten Teilen der Welt wird heute heute noch in Zoll gerechnet   ....   und auch in Deutschland ist die Maßangabe in Zoll noch lange nicht ausgestorben.

 

Meine Güte.

 

Und ja !!!   .....   ich bereue es abgrundtief, hier überhaupt etwas zu dem Thema "warum Zollangaben bei Sensoren" geschrieben zu haben.

 

 

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Männlich
Beiträge 84
Antwort 2012-11-17 15:06 | IP-Adresse ist registriert

odin:

Und ja !!!   .....   ich bereue es abgrundtief, hier überhaupt etwas zu dem Thema "warum Zollangaben bei Sensoren" geschrieben zu haben.

Wieso das denn? War doch alles interessant!

 

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Beiträge 4.668
Antwort 2012-11-17 15:08 | IP-Adresse ist registriert

Das wäre alles schön und gut nur hat der 1" Sensor keine 16,4mm Diagonale wie die wirksame Fläche der alten Vidicon-Röhre und auch kein 4:3 Seitenverhältnis. Wie @MNeuhaus schon schrieb ist das keine genormte Angabe sonden mehr ein Anhaltspunkt.

Das andere ist die merkwürdige Angabe als Bruch und Dezimalbruch. Wieso 1/2,3" und nicht 3/7" oder 0,4". Ich kenne kein zölliges Werkzeug oder Bauteil mit so einer gemischten Schreibweise.


Das man das Zoll nicht so schnell los wird ist klar. Die Rohre und die Außendurchmesser gibt es aber noch heute zu kaufen und wird es auch morgen geben. Die Vidicon-Röhren sind aber längst vom Markt verschwunden. 

Christian

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Männlich
Beiträge 18
Antwort 2012-11-18 09:43 | IP-Adresse ist registriert

odin:

...

Uns in weiten Teilen der Welt wird heute heute noch in Zoll gerechnet   ....   und auch in Deutschland ist die Maßangabe in Zoll noch lange nicht ausgestorben.

Meine Güte.

... und warum auch nicht.

Holt sich doch auch hierzulande jeder noch den "Zollstock" aus der Werkzeugkiste, wenn er was messen will. Auch wenn da nur die metrischen cm drauf sind.

Zudem, die "alten" Maße hatten auch ihre Vorteile. Ein "Zoll" ist die Daumenbreite (einer Männerhand). Sozusagen ein Maß, was "Mann" im wahrsten Sinne des Wortes immer "zur Hand" hatte.

Schönen Sonntag noch.

 

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