2004-01-29 Dias Duplizieren per Diaprojektor und Digicam

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Erstellt 2004-01-29 18:04 | IP-Adresse ist registriert
Nach dem ich schon lange vorhatte den Tip aus der CT Spezial mal auszuprobieren, habe ich es jetzt endlich geschafft.

Für alle, die dieses Heft nicht (mehr) haben, hier noch mal in Kurzform, was man braucht. Einen Diaprojektor (keine Angst, er wird nicht so umgebaut, das man ihn später nicht mehr für seinen ursprünglichen Zweck benutzen kann), ein Stück Diffusor (in meinem Fall einfach Druckerpapier mit 105 g/m²) und eine Digicam mit Stativ. In der CT stand, man soll die Lampe austauschen, da sie viel zu hell sei. Das konnte ich nicht bestätigen. Der von mir verwendete Leitz Pradovit 600 benutzt sogar eine 250 Watt Birne. Wenn man die auf halbe Leistung schaltet, kommt man nach dem Umbau auf etwa 1/15 sec bei Blende 8. Das empfinde ich keinesfalls als zu hell. Man sollte nur aufpassen, das bei einfachen Projektoren ohne Blendschutz bei fehlendem Dia eben keine leeren Plätze im Magazin sind.

Die eigentlichen "Umbauten" beschränken sich auf das Entfernen der Kondensorlinse (das ist die ganz dicke Linse direkt neben der Birne) und das Anbringen eines Diffusors zwecks gleichmäßigerer Ausleuchtung und Lichtmengenminderung. Dieser Diffusor ist aus weißem halbtransparentem Material zu fertigen. Ich habe einfach ein Blatt Papier aus meinem Drucker genommen, auf Maß zugeschnitte und mit Tesafilm an die Bildbühne geklebt. Ob das eine sehr langlebige Variante ist, weiß ich nicht. Ist mir aber erst mal egal. So, jetzt noch das Objektiv rausgeschraubt und schon kann das Kopieren beginnen.

Man fotografiert direkt in den Objektivschacht hinein das durchleuchtete Dia. Ein guter Tele- Makromodus oder ein Makro- Objektiv ist allerdings notwendig.

Da ich nicht so viel Zeit hatte wie ich wollte, hab ich erst mal nur ein (gut belichtetes und entwickeltes) Dia zum Testen genommen. Vom Ergebnis bin ich sehr angetan. Die Qualität ist weit besser als mit einem einfachen Dia- Duplikator oder als das Abfotografiern von der Leinwand. Da man keine Dias aus den Magazinen pulen muß und ein Foto in Sekundenbruchteilen gemacht ist, kann man sehr schnell große Mengen Dias zwecks Archivierung abfotografieren. Ganz besonders wichtige Geschichten kann man immer noch einscannen (lassen).

So, die "technischen Daten":
Dia Agfachrome CT 100 ca 10 Jahre alt.
Entwickelt im Tetenal E6 3- Bad Prozess mit einem Jobo Trommelprozessor in Handarbeit.

Kamera Analog: Nikon F70
Objektiv Sigma 2,8 - 90mm Makro
Studioblitz

Kamera Digital. Fuji S2 Pro.
Objektiv Micro Nikkor 2,8 - 105mm
Einstellungen:
ISO 100
Blende 8
Zeitautomatik, etwa 1/15 sec.
Belichtungskorrektur +1 LW
Manueller Weißabgleich

Diaprojektor: Leitz Pradovit P600

Hier die Originaldatei aus diesem Aufbau, völlig unverändert direkt aus der Kamera (4,8MB)
ht tp://w ww.model-magazin.de/D7/dscf5866.jpg

Und hier eine aufgearbeitete Version(120KB)
ht tp://w ww.model-magazin.de/D7/dscf5866_kl.jpg
Die Links sind absichtlich "vermurkst" um die großen Dateien nicht direkt in dem Threat zu haben. Einfach kopieren und die Leerzeichen entfernen.

Wie man sieht, müssen die abfotografierten Dias um 180 Grad gedreht und horizontal gespiegelt werden, um ein aufrecht stehendes und seitenrichtiges Foto zu bekommen. Das kann man aber leicht per Batchverarbeitung machen.

Alles in allem der bisher beste Kopromiss aus Geschwindigkeit und Qualität, der mir untergekommen ist. Man schafft bequem mehrere hundert Dias pro Stunde.
Und nun viel Spass beim Nachmachen.
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Antwort 2004-01-29 18:50 | IP-Adresse ist registriert
Gut, der Aufwand ist nicht gering.

Dass es jedoch auch mit sehr einfachem Aufbau ohne Umbauten geht, hatte ich gepostet in http://www.d7userforum.de/phpBB2/viewtopic.php?t=2446
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Antwort 2004-01-29 18:53 | IP-Adresse ist registriert
Bei der Makro- Methode muß das Dia aber aus dem Magazin genommen werden. Solche Stückzahlen pro Stunde wie hier sind dabei nicht möglich.

Und der ganze "Umbau" des Projektors hat keine 5 Minuten gedauert.
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Antwort 2004-01-29 19:45 | IP-Adresse ist registriert
Bei der Projektionsmethode per Leinwand geht's so schnell wie man Knipsen kann, hintereinander weg... :)
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Antwort 2004-01-29 21:26 | IP-Adresse ist registriert
Ja, aber mit im Vergleich ziemlich mieser Qualität. Und nur im Dunkeln und nur mit guter Leinwand, und...
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Antwort 2004-01-29 21:31 | IP-Adresse ist registriert
Wenn man das von einem liest, der ansonsten hundertfünfzigprozentig auf Superqualität geradezu versessen ist, beginnt man an irgendetwas zu zweifeln...
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Antwort 2004-01-30 10:03 | IP-Adresse ist registriert
Hi

Und was ist mit Dias im Hochformat ?

1. Alle Hochformat-Dias vorher ins Querformat drehen ?
Zu aufwändig.

2. Erst Querformat fotografieren und danach Aufbau umbauen und im Hochformat fotografieren ?
Reihenfolge der Nummerierung nicht eingehalten.


- Horst (G3)
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Beiträge 461
Antwort 2004-01-30 10:46 | IP-Adresse ist registriert
Wenn die Cam so eingestellt wird, das sie weider bei 0 anfängt zu zählen, kann man auch das Problem bequem umgehen. In dem man einfach die "falsch" sitzenden Dias weglöscht.

Aber gleiches hat man ja genau so bei der Leinwand- Methode. Und wenn man alle Dias erst aus dem Magazin nehmen muß, um sie entweder per Makro oder per Scanner in den PC zu bekommen, ist das auf alle Fälle viel mehr Arbeit.

Ein Magazin durchzufoten dauert maximal 5 Minuten. Das ganze mal 2 sind 10, plus Überspielen auf den PC (sofern nicht ohnehin Capture- Software genutzt wird) noch mal 5 Minuten und dem Weglöschen (in einem der beiden Verzeichnisse (2 Minuten) Hat man in deutlich weniger als 20 Minuten (eher 10 bis 15 min) so ein ganzes Magazin (100 bei CS, 80 bei LKM und 50 bei Standart) Dias im PC. Das lässt sich nicht unterbieten. Jedenfalls ist mir nichts bekannt, was schneller gehen würde. Der Reflecta Magazin- Scanner z.B. braucht pro Dia gut 2 Minuten. In der Zeit hab ich ein kleines Magazin durchgejagt.
Antwort 2004-01-31 06:59 | IP-Adresse ist registriert
Hallo,

zunächst einmal vorweg. Ich finde den Beitrag von "Photopeter" einfach klasse. Als Antwort hätte ich erwartet, dass andere Forumteilnehmer ähnlich Ideen (Verbesserungen) eingebracht hätten, oder den Beitrag einfach mit einer positiven Bemerkung beantwortet hätten.

Frage:
Besteht eigentlich die Möglichkeit, dass sich ein gewisser Herr "win.." mit seinen lächerlichen Kommentaren mal raushält.

Wir sind hier anscheinend in einem Kindergarten. "Mama! Ich habe die Idee aber vorher gehabt, der Photopeter hat sie mir einfach geklaut!".

Da ich den Stil in diesem Forum zum ko... finden, verabschiede ich mich sogleich für immer.

Freundliche Grüße an alle, die in diesem Forum konstruktive Beiträge geleistet haben.

und Tschüss!
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Beiträge 138
Antwort 2004-02-02 11:08 | IP-Adresse ist registriert
Das funktioniert ja recht gut !!
Da ich o.g. Zeitschrift nicht habe , habe ich die Methode nach diesem Beitrag gleich mal ausprobiert. Projektor auf den Tisch, Cam auf Stativ davor, Nahlinse, Zoom auf Tele, und die Ergebnisse sind besser als alle bisherigen "Versuchsaufbauten" wie z.B.: Schreibtischlampe, weißes Papier, improvisierter Diahalter lose auf Tisch, Kamera auf Stativ .....
Großer Vorteil: einmal eingerichtet sind die Ergebnisse reproduzierbar, die Ausleuchtung stimmt, und es kann kein "improvisierter Diahalter" mehr verrutschen.

Mein Fazit: für gelegentliche Reproduktionen unschlagbar einfach !!!!
Top 200 Mitwirkender
Beiträge 206
Antwort 2004-02-06 18:35 | IP-Adresse ist registriert
hallo photopeter,

toller beitrag - klingt vielversprechend, nach so einer rationellen methode suche ich schon länger. werde ich gelegentlich anwenden!
Antwort 2004-02-08 18:01 | IP-Adresse ist registriert
Vielen Dank für diesen guten Tip. Animiert mich zum Nachahmen.

Heinz
Top 500 Mitwirkender
Beiträge 120
Antwort 2004-02-10 16:16 | IP-Adresse ist registriert
Hi

Ich bins nochmal. Passt zwar nicht mehr ganz zum Thema
"Diaprojektor" aber funktioniert meiner Meinung nach ganz gut.
Habe "schnell" mal eine kleine Seite
zusammengebaut, in der ich meinen Prototyp eines
Diaduplikators beschreibe (Sorry, leider bis jetzt nur in
Englisch).


Url nicht mehr gültig: http://mitglied.lycos.de/fuchsbiberach/diaduplikator/diadupl.htm

(Sorry für die vielen Popups, sehe mich gerade nach einem
besseren Webspace um)

Für Abzüge von Dias ist diese Qualität sicherlich nicht ganz
ausreichend jedoch für Diashows am PC oder auf dem Fernseher
reicht es vollkommen.

Gruß
Horst
Top 150 Mitwirkender
Beiträge 461
Antwort 2004-03-02 20:57 | IP-Adresse ist registriert
So, als Ergäntzung gibt es nun noch einen Vergleich mit einem Flachbett- Scanner mit Diaaufsatz (Canoscan 5000f) und einem "echten" Diascanner für Magazine, dem Braun Multimag Slidescan 3600. Zu finden ist es hier:
http://www.model-magazin.de/dia/
Antwort 2004-03-02 21:17 | IP-Adresse ist registriert
Vielen Dank für die Ergänzung.
Der 5000f bietet mindestens die angestrebte Minimum-Qualität, ist preislich absolut OK und reicht aus. :D
Mit der Fuji oder dem Dia-Scanner ist es natürlich nicht zu vergleichen. Wir sprechen hier aber auch von min. 4 fachen Preis. Der Flachbett-Scanner kann später nachgenutzt werden, das andere Equipment würde eher nur rumstehen.
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