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Eindrücke vom Umweltfotofestival Horizonte Zingst 2012

Wir waren am Eröffnungswochenende des Umweltfotofestivals Horizonte Zingst vor Ort und möchten an dieser Stelle ein paar Eindrücke schildern und vor allem bildlich zeigen. Denn jede der 24 Fotoausstellungen in Zingst haben wir besucht und teilweise im Bild festgehalten. Das Fotofestival ist inzwischen schon fünf Jahre alt und erfreut sich wachsender Beliebtheit, wir selber waren das dritte Mal vor Ort. War das Festival anfangs klein wächst es von Jahr zu Jahr und dieses Jahr sind unter anderem über 1.600 Quadratmeter bedruckte Fotos zu sehen, davon etwa je die Hälfte Indoor und die andere Hälfte Outdoor. Besonders die Outdoorausstellungen schütteln den elitären, versnobten "Charme" von Foto- und Kunstausstellungen ab, denn jeder kann sie öffentlich sehen. Interessant ist auch, dass sich das Thema Fotografie und Kunst teilweise vermischen, was in unseren Augen mal mehr, mal weniger gelungen ist. Die Vielfalt ist in Zingst jedenfalls überwältigend und es sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Außerdem sind einige der Indoorausstellungen nicht etwa in Piekfeinen Galerien zu sehen, sondern teilweise in stillgelegten militärischen Hallen oder Kellern, an denen der Verfall auch seine Spuren hinterlassen hat.

Fangen wir mit unseren persönlichen Favoriten an, dazu sei aber angemerkt, dass man über Geschmack und "Kunstverständnis" nicht streiten kann, jeder mag das aus seiner persönlichen Sicht also anders sehen. Das Festival läuft noch bis einschließlich dem kommenden Wochenende, aber auch darüber hinaus sind zahlreiche Fotoausstellungen zu sehen und finden Workshops statt. Einige der Ausstellungen haben freien Eintritt, für die anderen gibt es eine preiswerte Tageskarte oder die Festivalkarte für 10 Euro, die an allen Tagen für alle Ausstellungen gilt. Wer noch nicht weiß wo Zingst liegt: Zwischen Rostock und Rügen, umschlossen von Ostsee und Bodden. Neben dem Fotofestival hat Zingst auch wunderschöne Fotomotive zu bieten.

Im Hotel Vier Jahreszeiten, wo auch die offizielle Eröffnung des Festivals statt fand, sind gleich fünf Ausstellungen zu sehen. Darunter die sehr stilvollen und wunderschönen Aufnahmen "Black Ladies" von Uwe Ommer, "On Location" von National Geographic und "One World" "Stille Sensationen – Große Momente der Naturfotografie". Außerdem zu sehen: "Zeitungsleser Fotowettbewerb Blende" und "iPhone-Art".

Ebenfalls sehr sehenswert sind die Grönland-Fotos von Markus Lanz – auch wieder in Zusammenarbeit mit National Geographic, zu sehen in der Multimediahalle:

In der Multimediahalle finden auch die Multivisionsshows statt. Hier präsentieren Fotografen im Vortrag mit Wort, Bild, Audio und Video ihre Fotos und plaudern aus dem Nähkästchen. Wir haben eine Multivisionsshow besucht und waren begeistert – auch die anderen bereits gelaufenen sollen großartig und restlos ausverkauft gewesen sein. Im nächsten Jahr gibt es hoffentlich doppelt so viel Sitzplätze, mit Glück muss dann keiner mehr stehen. Die Multimediahalle ist auch Veranstaltungsort für Workshops, so dass man neben dem Betrachten der Bilder auch kurz in einen Workshop hinein horchen kann, hier etwa mit Doc Baumann:

Weiter gehts zum Neubau "Max Hünten Haus", wo neben einigen Ausstellungen auch das Epson-Printstudio zu finden ist. Gleich draußen wird man von riesigen Bildern der Ausstellung "Paradise Now" begrüßt:

Auch drinnen gibt es sehenswerte Fotografien, gezeigt werden während der Festivalwoche die Ausstellungen "Vom Wesen der Erinnerung", "Reisen der Erinnerung" und "The Wall of Fame":

Wunderbar sind auch die Outdoor zu sehenden Tierporträts von Walter Schels, einem bekannten Porträtfotografen der damit zeigt, dass er nicht nur Menschen Porträtieren kann. Die Ausstellung trägt den Titel "Tiere sehen Dich an":

Auf keinen Fall verpassen sollte man die Ausstellung "Landscapes & Memory", denn hier sind Bilder des Fotografen Jo Röttger zu sehen, der die Bundeswehr bei ihrem Einsatz in Afghanistan bzw. auch vorher und hinterher fotografiert hat. Passend präsentiert wird die Ausstellung in einer verfallenen Marinehalle:

Das Zentrum des Fotofestivals ist an der Seebrücke und dem umliegenden Strand zu finden, wo sich die meisten Menschen tummeln. Hier finden auch Workshops und Aktionen wie etwa die Zingster Minute täglich um 12 Uhr statt, einem Gruppenfoto, bei dem jeder mitmachen und etwas gewinnen kann. Abends ab 22 Uhr lädt die XXL-Bilderflut mit Fotos aus Austellungen, Ergebnissen von Workshops und anderen Tagesfotos und Videos ein. Außerdem hat die Sunbopunce Beach Lougne geöffnet, wo es Getränke und Musik gibt:

Wenn man schonmal am Strand ist, kann man sich auch gleich die nächste Open-Air-Ausstellung "Seamore" ansehen. Die Meerestiere und Pflanzen hat man so bestimmt noch nicht gesehen, jedenfalls nicht in der gewaltigen Größe von 3 x 3 Metern:

Ebenfalls beeindruckend riesig sind die Bilder der Ausstellung "Cyclists":

Etwas speziell sind dagegen die Fotos "State of Nature" der Künstler des Gastlands Litauen, wer wenig Zeit hat, muss sie nicht gesehen haben:

Ebenfalls verzichtbar ist der Besuch der Ausstellung "Mythos Wald" – jedenfalls dann, wenn man sich an grünem Wald bereits satt gesehen hat. Wer den Wald innig liebt, wird vielleicht auch diese Fotos mögen:

Etwas gespalten auch die Eindrücke der Fotos, die in der Panzerhalle ausgestellt sind. Hier ist das Mekka der Nachwuchsfotokünstler. In den vergangenen Jahren war die Panzerhalle stets unsere erste Station und er waren teilweise wunderbare Fotos und Fotokunst zu sehen, dieses Jahr hingegen wollte der Funke nicht so recht überspringen. Wer sehen möchte, womit sich der Nachwuchs beschäftigt, sollte aber in jedem Fall einen Blick riskieren auf die Ausstellungen "Organic Resources" und "Student in Residenz":

Fotos von Studenten sind ebenfalls im Keller des Hotel Stone in der Ausstellung "Grenzgänge" zu sehen. Hier sind einige witzige Ideen und sehenswerte Fotos dabei, allerdings auch viel Belangloses:

Eine weitere Ausstellung widmet sich dem Nachwuchs und hat das Thema "Junge Liebe zur Natur":

Dass man nicht unbedingt Fotograf, Fotokünstler oder wenigstens Student der Fächer sein muss, zeigt die Ausstellung "World of Pen – Kontraste". Zu sehen sind einige der Fotos inklusive der Sieger des Wettbewerbs "Kontraste", zu dem Olympus in der Pen-Community aufgerufen hatte. Das Thema zielte dabei ausdrücklich auch auf den Bildinhalt ab. Bei der Vernissage wurden auch die Sieger mit wertvollen Preisen geehrt. Die Ausstellung ist im Steigenberger Hotel gegenüber der Seebrücke – allein das ist schon ein Grund, wenigstens einen kurzen Blick hinein zu werfen, denn der Weg ist nicht weit. Einige der Fotos sind hervorragend.

Ebenfalls Amateurfotos sind in der Ausstellung "Eis & Heiß" zu sehen, es handelt sich um Schwarzweißfotos:

Die Natur ist eines der großen Themen des Umweltfotofestivals, so auch bei der Ausstellung "Kontraste in der Natur":

Bewegende Bilder mit dem Thema "Im Zeichen der Nächstenliebe" sind in der Peter-Pauls-Kirche:

Die Ausstellung "Bärenstarke Bilder" ist im Haus 54 zu sehen. Ärgerlich war, dass zwei Drittel der Räume mit den Fotos von Workshops belegt waren und wir diese nicht sehen konnten.

Eine schöne Installation ist auch draußen zu sehen, wo die Fenster eines Gehäuse mit Bildern zugestellt sind:

Eine Reise zum Fotofestival nach Zingst lohnt immer und alle Ausstellung an einem Tag sehen zu wollen, ist schon fast zu viel vorgenommen, wenn man sich für jedes Bild die gebührende zeit nehmen möchte. Das Festival läuft noch bis zum 3. Juni 2012, insbesondere mit dem Fotomarkt vom 31. Mai bis 2. Juni, der einer kleinen Besuchermesse gleicht. Auch die zahlreichen Workshops sind einladend, es gibt sogar welche für Kinder, die beachtliche Ergebnisse erzielten, wie bei der XXL-Bilderflut am 27. Mai zu sehen war. Abschließen möchten wir diesen Beitrag mit einem Foto von einem Workshop am Strand, bei dem man live dabei sein konnte. Übrigens gibt es in unserem aktuellen Fotowettbewerb (Teilnahmemöglichkeit bis 31. Mai) einen Fotoworkshop von Sunbounce in Zingst zu gewinnen, inklusive Unterkunft und Anreisepauschale.


Eingetragen 2012-05-29 15:03 von Benjamin Kirchheim  

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