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Portraits aus der größten Kamera der Welt

noch bis zum  27. September 2009 im Altonaer Museum in Hamburg

Die begehbare Camera Imago 1:1 wurde 1972 vom Physiker Werner Kraus und dem Goldschmied Erhard Hössle erfunden. Das Originalmaß der Kamera von 7 × 4 × 3 m ermöglichte erstmals die unmittelbare Herstellung lebensgroßer Fotoportraits ohne Negativ: Unikate im Format 200 × 60 cm direkt auf ein Silber Gelatine Schwarzweiß-Umkehrpapier. Seit Ende der 1980er Jahre war der Betrieb der Kamera nicht mehr möglich, da das benötigte Fotopapier nicht mehr hergestellt wurde. Die Tochter des Erfinders, die Künstlerin Susanna Kraus, reaktivierte die Kamera 2004, indem Sie das Spezialpapier neu entwickelte. Gemeinsam mit der Wiener Fotografin Annegret Kohlmayer erweiterte sie in der Folgezeit die fotografischen Möglichkeiten dieser Kamera in beeindruckender Weise.

Die Faszination, die von den Fotografien ausgeht, resultiert aus dem technisch anspruchsvollen und ästhetisch einmaligen Zusammenspiel. Fast ersetzt die Apparatur den Fotografen, ähnlich einem Passbildautomaten. Die Portraitierten betrachten ihr Ebenbild in Lebensgröße in einem Umkehrspiegel; sie nehmen ihr eigenes Selbst im Spiegel in einer Weise wahr, wie es sonst nur die Mitmenschen tun. Durch das Spiel mit Licht und Schatten,Schärfe und Unschärfe sowie Hell-Dunkel-Kontrasten entstehen Bilder mit besonderer Authentizität und Einzigartigkeit. Alle Entscheidungen werden vor dem Auslösen getroffen, es erfolgt keine Nachbearbeitung und auch keine Vervielfältigung. Zu sehen ist eine Auswahl der Bilder, die von 1972 bis heute entstanden sind: Portraits, Modefotografien und fotogrammartige Arbeiten.


Altonaer Museum
Museumstraße 23
22765 Hamburg

Internet: www.altonaermuseum.de



(Text und Bild von der obigen Website)


Eingetragen 2009-09-24 13:45 von Ralf Germer
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