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Viermal Berlin - Fotografie aus 50 Jahren in der Commmerzbank Berlin

Viermal Berlin_Loeber-Hesse-Wuest-MeitznerCommerzbank Berlin zeigt vom 12. November 2008 bis 18. Januar 2009 in Zusammenarbeit mit Galerie Degenhartt, Berlin in der Ausstellung Viermal Berlin Schwarzweiß-Fotografien von vier Fotografen aus 50 Jahren. Jede der Arbeiten beleuchtet einen Aspekt der Stadt zu ihrer eigenen Zeit:

Theodor Karl Löber war von 1947 bis 1977 als freier Bildjournalist in Berlin tätig. Neben Auftragsarbeiten dokumentierte er unablässig und mit Begeisterung den Neuaufbau der Stadt nach der Zerstörung durch den Krieg. Das Archiv, das der Nachkriegsfotograf hinterlässt, soll in den kommenden Jahren gesichtet werden und zu themenbezogenen Ausstellungen und Publikationen führen. Die Auswahl dieser Ausstellung führt anhand beispielhaft ausgewählter Fotos auf zwei nahe beieinander liegenden Achsen durch die Zeit der 50er Jahre. Vom Standort der Ausstellung bis zur Staatsoper und vom Alexanderplatz bis zum Strausberger Platz führen die beiden Wege, deren Dokumentation uns die Leistung des Wiederaufbaus, aber auch Ausschnitte aus dem täglichen Leben in dieser Zeit neu sehen lässt.

Udo Hesse studierte Fotografie am Lette-Verein in Berlin und ist seitdem als freischaffender Fotograf tätig. Neben Auftragsarbeiten entstehen regelmäßig eigene Arbeiten, deren zentrales Thema der Mensch ist. Udo Hesses Arbeiten wurden durch Ausstellungen und Buchpublikationen bekannt und sind in einigen öffentlichen Sammlungen, darunter das Deutsche Historische Museum, Berlin, vertreten. Die hier gezeigten Fotografien von Udo Hesse aus dem Buch „Als noch Osten war“ tasten die Oberfläche der sozialistischen Alltagskultur der Hauptstadt der DDR ab. Unvoreingenommen näherte sich der West-Berliner Fotograf dem real existierenden Sozialismus im anderen Teil der Stadt und schuf Bilder von großer Authentizität, die weit unter die Oberfläche geht. Die Aufnahmen entstanden in den frühen achtziger Jahren in Berlin-Mitte, Prenzlauer Berg und Köpenick.

Ulrich Wüst studierte an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar; kam 1972 nach Berlin, arbeitete bis 1977 als Stadtplaner und bis 1983 als Bildredakteur. Seit 1984 ist er freischaffender Fotograf. Ulrich Wüst versteht die Mitte Berlins als einen transistorischen Ort. Seine Bilder zeigen keine Menschen, sondern das, was diese mit den Gehäusen ihres Lebens tun. Der Einbruch des Neuen in gewachsene Strukturen, die Tilgung der immer noch vorhandenen Spuren des Zweiten Weltkrieges, die Re-Organisation städtischer Räume – all das sind die Themen, die er in einer unverwechselbaren künstlerischen Bildsprache behandelt.

Nicola Meitzner beschäftigt sich seit Mitte der 90er Jahre mit dem Thema Stadt, dem urbanen und suburbanen Raum. Inhaltliche Schwerpunkte sind architektonische Strukturen und gesellschaftliche Themen. Von ihr ist die Arbeit „Wie viele Stockwerke hat das Haus, in dem Sie wohnen?“ zu sehen. Orte, an denen wir uns häufig aufhalten, werden uns selbst¬verständlich. Hinter diesen vertrauten Ansichten aber verbergen sich unbeantwortete Fragen. Um sie zu beantworten müsste man seiner eigenen Umgebung dieselbe distanzierte Auf¬merksamkeit gegenüber bringen wie einer fremden Stadt. Nicola Meitzner stellt sich diesen Fragen und stellt die Fragen auch an den Betrachter. Sie durchstreift unauffällige Quartiere in Berlin, geht zu den banalsten Orten, darauf bedacht, die Distanz dem Unbekannten gegenüber zu bewahren, damit sich der Blick im Vertrauten nicht wieder verliert.


Ausstellung im Haus der Commerzbank am Brandenburger Tor, Pariser Platz 1
Vernissage 10. November 2008, 18.00 – 21.00 Uhr. Einführung: Prof. Dr. Monika Flacke
Ausstellung 12. November 2008 bis 18. Januar 2009, Sa / So, 11 – 20 Uhr

Weitere Informationen zur Ausstellung über Galerie Degenhartt.

 

(Text der Pressemeldung)

 


Eingetragen 2008-11-05 11:03 von Ralf Germer  

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