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Projektaufruf – Bridges Fotoprojekt Emscher Zukunft 2011 – „Tans/Form – Renatur“

Die Bilder der neuen Emscherregion – Reflektion der vielfältigen Reaktionen auf den Umbruch: TRANS/FORM – RENATUR ist das Thema für den neuen Aufruf zum BRIDGES Fotoprojekt Emscher Zukunft. Der Fotopreis der Emschergenossenschaft bietet Fotografen zwei Möglichkeiten der Teilnahme: Sie können zum Thema BILDSERIEN erarbeiten oder BILDKONZEPTE für eine geplante fotografische Arbeit einreichen. Ab sofort bis zum 12. Januar 2011 lädt BRIDGES dazu ein, sich zu bewerben. Weitere Informationen und Anmeldeformulare zum Wettbewerb unter www.bridges-projects.com.

„Die letzten beiden Jahre haben gezeigt, dass die Zuspitzung auf ein Thema richtig war. Den Teilnehmern wird einiges abverlangt, aber die Ergebnisse machen deutlich, dass diese Auseinandersetzung mit der Region zu einem Thema sehr fruchtbar ist. Die letzten beiden Ausstellungen waren wunderbar. Mit TRANS/FORM – RENATUR steht in diesem Jahr der Themenkomplex des landschaftlichen Umbaus im Vordergrund. Da dieses planerische Mammut-Projekt immer auch das Leben in der Emscherregion im Auge hat, bin ich sehr auf die fotografischen Reaktionen gespannt“, so Mario Lombardo, künstlerischer Leiter des BRIDGES Fotoprojekt Emscher Zukunft.

Seit 2005 lädt die Emschergenossenschaft dazu ein, sich künstlerisch mit dem Emscher-Umbau und der Entwicklung des Emschertals auseinanderzusetzen. Transformation – neue Perspektiven orientiert an alten Vorbildern: Gestaltet bzw. formt die Renaturierung neue, bisher nicht erfahrene Lebensräume oder werden ursprüngliche Formen wieder geschaffen – die Sichtweise auf die Transformation kann zukunftsorientiert oder rückblickend sein. Auf unterschiedlichste Weise empfinden und erleben die verschiedenen Akteure der Region – Planer, Bewohner, Politiker sowie Künstler –  diesen Wandel.

Fragen, die in den Ausschreibungsunterlagen des BRIDGES Fotoprojekt aufgeworfen werden, sind unter anderem: Versteht Renatur die Herstellung eines Ursprungszustandes? Wie nehmen die Menschen, die hier leben, den Umbruch wahr – wie setzen sie sich mit ihrem eigenen Lebensraum auseinander? Die Möglichkeiten der fotografischen Auseinandersetzung mit dem vorgegebenen Thema sind unbegrenzt: Sie kann beobachtend, kommentierend, provozierend, objektiv oder subjektiv sein, abstrakte oder konkrete Perspektiven einnehmen.

Die Arbeiten werden von der Jury auf ihre künstlerische Qualität und ihre Auseinandersetzung mit dem Thema hin anonym bewertet. Als Preisgeld für die Bildserien stehen 15.000 Euro zur Verfügung. Dieser Betrag kann von der Jury auf bis zu fünf Bildserien verteilt werden. Neben Bildserien können Bildkonzepte eingereicht werden, in denen die Idee für eine geplante fotografische Arbeit beschrieben wird. Für Bildkonzepte stehen insgesamt 5.000 Euro zur Verfügung mit denen bis zu zwei Arbeiten gefördert werden können. Alle Informationen und Anmeldeformulare unter www.bridges-projects.com.

„Das Fotoprojekt veranschaulicht auf eine facettenreiche Art und Weise Gegenwart und Zukunft der Emscher. Die bisher vorliegenden Werke zeigen eine ganze Bandbreite von Perspektiven, die sich der Region durch den Emscher-Umbau bieten. Zudem schaffen sie ein Stück Erinnerung an das alte Emscher-System für die Zeit nach der Renaturierung im Jahre 2020 – wenn aus der Vision der neuen blauen Emscher Realität geworden ist“, sagt Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.

Die Jury setzt sich aus wechselnden Vertretern unterschiedlicher Disziplinen zusammen und spiegelt so den interdisziplinären Aspekt des Fotoprojekts wider. Im Vorjahr zum Thema „US/THEM – Nähe und Distanz“ waren in der Jury vertreten:

  • Prof. Joachim Brohm – Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
  • Ulrich Carow – Regionalverband Ruhrgebiet, Bereichsleiter Umwelt
  • Dr. Gregor Jansen – Leiter des Museums für Neue Kunst am ZKM (Zentrum
  • für Kunst und Medientechnologie) in Karlsruhe
  • Prof. Dr. Katharina Liebsch – Goethe Universität Frankfurt am Main,
  • Fachbereich Gesellschaftswissenschaften
  • Anke Reitz – Kuratorin des Musée The Family of man, Château de Clervaux,
  • Luxemburg
  • Markus Schaden – Foto- und Designbuchverlag Schaden, Köln
  • Dr. Sigrid Schneider – Leiterin Fotoarchiv der Stiftung Ruhr Museum
  • Prof. Elke Seeger – Folkwang Hochschule
  • Dr. Jochen Stemplewski – Vorstandsvorsitzender Emschergenossenschaft
  • Ingo Taubhorn – Kurator des Hauses der Photographie, Deichtorhallen,
  • Hamburg

Ein Fluss wird wieder blau, eine neue Natur entsteht: Der Umbau der Emscher, in den die Emschergenossenschaft bis 2020 4,4 Milliarden Euro investiert, hat nicht allein ökologische Auswirkungen, er wird das Lebens- und Arbeitsumfeld im gesamten Emschertal nachhaltig ändern. Einer ganzen Region wird innerhalb von 30 Jahren ein neues Gesicht gegeben. Was passiert in dieser Zeit und was bedeuten der Emscher-Umbau und die Entwicklung des Emschertals für die Menschen, die hier leben? Mit der Sammlung, die durch das Fotoprojekt entsteht, werden die fotografischen Impulse und Positionen sichtbar, die den Planungs- und Gestaltungsprozess des Emschertals beeinflusst haben.

(Pressemitteilung des Veranstalters)


Eingetragen 2010-08-05 15:35 von Benjamin Kirchheim
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